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Porzellan zerschlagen - fürs eigene Glück

Wo: Leuchtenburg, Seitenroda auf Karte anzeigen
Dr. Ulrike Kaise rsucht ein Porzellanteil aus, um darauf   einen Wunsch zu notieren, bevor sie ihn auf dem  Porzellanberg verschellen lässt.
Dr. Ulrike Kaise rsucht ein Porzellanteil aus, um darauf einen Wunsch zu notieren, bevor sie ihn auf dem Porzellanberg verschellen lässt.
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Fünf Buchstaben, eine Silbe und doch ein großes Wort: Glück. Die Suche nach dem Glück verfolgt den Menschen sein ganzes Leben lang. Glück wird auf fast jeder Geburtstagskarte gewünscht. Und die Liste der „glücklichen“ Sprichwörter ist schier unendlich.

Leider macht sich Glück allzu oft rar. Aber morgen kann man ihm ganz beherzt auf die Sprünge helfen, denn der 20. März ist der Internationale Tag des Glücks. Vor zwei Jahren wurde er von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Er soll daran erinnern, wie wichtig das Streben nach einem erfüllten Leben für Menschen auf der ganzen Welt ist und zugleich daran erinnern, wie vielfältig Glück interpretiert werden kann.

Gehen Sie morgen doch auf die Suche nach einem vierblättrigen Kleeblatt, essen Sie einen Glückskeks oder zerschmeißen Sie Porzellan. Denn auch Scherben sollen Glück bringen. Dazu muss man nicht unbedingt in den eigenen Küchenschrank greifen. Auf der Leuchtenburg bei Kahla stehen Tassen, Schüsseln und Teller im Turm der Wünsche im ausreichenden Maße bereit. Porzellanhersteller aus Thüringen sorgen mit Ausschussware immer wieder für Nachschub, damit Burgbesucher überprüfen können, ob Scherben wirklich Glück bringen.

Damit wollen wir dem Thema Porzellan, das die Leuchtenburg auf unterschiedliche Weise beleuchtet, eine überraschende Facette hinzufügen“, erklärt Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der gemeinnützigen Stiftung Leuchtenburg. „Vor dem Werfen“, empfiehlt sie, „sollte man aber unbedingt und ganz im Geheimen seinen Wunsch auf das Porzellan schreiben. Dafür wurden extra zwei Kammern am Turmeingang gestaltet, in denen Stifte bereitliegen und die vor neugierigen Blicken schützen. Und dann heißt es: ausholen, zielen und werfen! Mitten im Turm steht ein großer Stein, der dafür sorgen soll, dass Tassen, Schüsseln und Teller auch wirklich in viele Scherben zerspringen können.

Fast zwei Meter hoch, so schätzt Stiftungsmitarbeiterin Ilka Kunze die Höhe des Scherbenberges. Seit eineinhalb Jahren wächst er Scheibe und Scheibe. Doch damit ist bald Schluss. Denn wegen des großen Erfolges wird ein Steg der Wünsche eröffnet. Statt in den Turm darf man dann das Porzellan hinaus ins Freie werfen. Der Steg des Glücks soll auf einer Metallkonstruktion vom Logierhaus der Burg 20 Meter hinaus ins Saaletal ragen und ab 1. Juli beim Wünsche-Erfüllen helfen.

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