Die Saale wurde Sonnabend im Bereich Jena von 25 Kubikmeter "Wohlstandsmüll" befreit

Die Boote werden fertig gemacht, die Wassersportler bereiten sich auf ihren Einsatz vor
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Jena. Kurzfristig bat Carsten Busch, Mitglied im Jenaer Kanusportverein, seine Vereinskameraden und auch viele andere Wassersportvereine von Jena um Unterstützung.
Der Verein Saalevision wollte die Saale von Lobeda bis Kunitz ein klein wenig vom Müll befreien, wozu viele tatkräftige Helfer notwendig waren.
Im Bereich von Göschwitz bis „Grüne Tanne“ waren die 70 freiwilligen Helfer, die Carsten Busch per Mail und Mundpropaganda aktivierte, im Einsatz. „Für die Reinigung der Saaleufer sind normalerweise die Flußmeistereien zuständig. Allerdings sind diese hoffnungslos überlastet, bzw. erreichen auch die Äste am Wasser nicht“ so Busch.

„Jetzt beginnt wieder das schöne Wetter, wir wollen in die Boote steigen. Allerdings werden das Wassersporterlebnis und der Erholungswert derzeit erheblich durch den Anblick des vielen Mülls (insbesondere des Plastikmülls) am Uferstreifen getrübt. Aus diesem Grund haben wir uns in diese Aktion eingeklinkt und wollen unseren Teil dazu bei tragen, die Saale vom Wohlstandsmüll zu befreien“ so Busch. Mit 16 Doppelcanadiern – wobei 10 Boote von Saaletal-Aktiv-Tours zur Verfügung gestellt wurden – waren die Helfer unterwegs. Der Sponsor stellte auch die Paddel, Schwimmwesten zur Verfügung.
Für „Müllpflücker“ und Müllbeutel war ebenfalls gesorgt. Die, die kein Boot mehr ab bekamen, nahmen sich zu Fuß die erreichbaren Uferstreifen vor.

Der 7,5 Kubikmeter-Container am Bootshaus wurde vollständig mit Müll gefüllt. Neben Kleinkram, wie Plastiktüten sammelten die Wassersportler unter anderem 30 kg Hochspannungsisolatoren, eine Fritteuse, einen LKW-Reifen und 30 Meter Drehstromkabel ein! Der Container wurde übrigens durch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) bezahlt.

Neben den Wassersportlern waren der Verein Saalevision und die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) mit Tauchern an kniffligen Bereichen wie der Camsdorfer Brücke, unterwegs. Insgesamt wurden an diesem Tag von Lobeda bis Kunitz ca. 25 Kubikmeter Müll (insbesondere Plastikmüll) beräumt.

Alles in allem eine erfolgreiche Aktion, welche jedoch zum Teil gar nicht nötig wäre – würden alle ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen.

Autor:

Veit Höntsch aus Hermsdorf

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