Mit Knuddel gewinnen - Fußballturnier der „Elterninitiative für krebskranke Kinder“

Knuddel stand mit Annika (li.) und Valentina mit in der Abwehrkette der Patientenmannschaft, die auch diesmal wieder das Ärzteteam bezwang. Turniersieger wurden die Geschwisterkinder, die Ärzte nur Letzter. Heilen können sie zum Glück viel besser als kicken.   Foto: Hausdörfer
  • Knuddel stand mit Annika (li.) und Valentina mit in der Abwehrkette der Patientenmannschaft, die auch diesmal wieder das Ärzteteam bezwang. Turniersieger wurden die Geschwisterkinder, die Ärzte nur Letzter. Heilen können sie zum Glück viel besser als kicken. Foto: Hausdörfer
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JENA. „Ein Superpass“ brüllt Knuddel in Richtung Spielfeld, feiert damit eine gelungene Kombination des Ärzteteams um Oberarzt Dr. Bernd Gruhn im Match gegen die Auswahl der Eltern. Mit Knuddel, dem Kliniksclown, stehen an der Seitenlinie die Mannschaften der kleinen Patienten und der Geschwisterkinder, auf ihr nächstes Spiel wartend - ganz klar, wir sind beim jährlichen Fußballturnier der „Elterinitiative für krebskranke Kinder e.V.“ in der Oberaue.
Der Verein bemüht sich seit vielen Jahren, das schwere Schicksal einer Krebserkrankung für die kleinen Patienten der Kinderklinik und deren Eltern durch verschiedene Projekte erträglicher zu gestalten. „Die medizinische Betreuung ist natürlich das Wichtigste“, sagt Katrin Mohrholz, die Geschäftsführerin der Elterninitiative. „Hier wird von den Ärzten und Schwestern wirklich Übermenschliches geleistet, damit unsere Kinder wieder gesund werden, wir versuchen die Randbedingungen zu verbessern“, so Mohrholz weiter.

Der Kliniksclown startete 2001 als EU-Pilotprojekt und wird seit 2002 von der Elterninitiative mit Hilfe von Sponsoren und Spenden weitergeführt. Clown „Knuddel“, das ist von Anfang an Dorothea Kromphardt. Die gelernte Physiotherapeutin mit anschließendem Schauspielstudium ist heute, so die Meinung der Ärzte und Schwestern, aus dem Kliniksalltag nicht mehr wegzudenken. Einmal in der Woche kommt sie auf die Stationen, von den Kindern meist schon sehnsüchtig erwartet. Auch Hausbesuche bei sterbenden Kindern gehören zu ihrem oft nicht einfachen Alltag.

Die Idee, fußballbegeisterte stationäre und ambulante Patienten gegen ihre Ärzte antreten zu lassen, entstand 2010 beim Blödeln von Knuddel mit den Kindern. Das erste Spiel endete dann 7:3 für die Patienten. Das es damals auch schon den Eltern und Geschwisterkindern in den Füßen juckte, gibt es seit dem Vorjahr ein richtiges kleines Turnier.

Für Katrin Mohrholz ist das Kliniksclown-Projekt eines der wichtigsten überhaupt: „Falls die Finanzen knapp werden sollten, ist es das letzte, das wir einstellen würden“. Doch das ist momentan kein Thema. Eine Spende über 10.000 Euro, überreicht vor dem Fußballturnier vom Sparkassen- und Giroverband Hessen/Thüringen, sichert das Projekt für fast ein weiteres Jahr.

Autor:

Bernd Hausdörfer aus Jena

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