THEPRA Förderzentrum und KAB arbeiten zusammen

Praktikumsplätze für Schüler gesucht

BAD LANGENSALZA. Im Rahmen der beruflichen Orientierung absolvierten vom 12. bis 16. November 2012 sechs Schüler des THEPRA Förderzentrums Bruchstedt das erste Betriebspraktikum im Bildungszentrum der KAB in Bad Langensalza. Zur Auswertung hatten KAB und Förderzentrum zu einer Berufswegekonferenz eingeladen. Einbezogen wurden dabei auch die Eltern der Schüler sowie Vertreter von Behindertenwerkstätten und der Agentur für Arbeit.
Zuvor hatten die Teilnehmer der Konferenz die Schüler in der Werkstatt bei der Ausführung von Holzarbeiten beobachten können. Zwei verschiedene Vogelhäuser werden demnächst ihren Platz finden. Projektleiter Gerd Zieger konnte von den Fortschritten berichten, die bei den Schülern von Tag zu Tag deutlicher wurden.
Innerhalb der “Initiative Inklusion” wird die praktische Berufsorientierung schwerbehinderter Schüler gefördert, hieß es von der Leiterin des Förderzentrums Sabine Stilzebach. Die individuellen Möglichkeiten jedes Schülers zu erkennen und zu verbessern, ist das Ziel. Berufsvorstellungen und Beschäftigungsfähigkeit in Einklang zu bringen – dabei sollen betriebliche Praktika helfen. Die Projekttage enden für die Schüler mit einem Zertifikat, das über Teamfähigkeit, Ausdauer, Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Motivation und Sorgfalt bei der Arbeit Auskunft geben wird. Folgen soll eine paßgenaue Suche nach Praktikumsplätzen in Unternehmen. Das Projekt beinhaltet insgesamt 38 Projekttage jährlich für die Schüler im Abschlussjahr und vorletztem Schuljahr, die sich auf Projekttage beim KAB und auf betriebliche Praktika aufteilen..
Für Schüler des THEPRA Förderzentrums, deren Fähigkeiten und Wünsche, dies zulassen, soll der scheinbar alternativlose Übergang in die geschützten Werkstätten durchbrochen werden. In Einzelfällen war dies in der Vergangenheit auch schon gelungen. An die Politik gerichtet, erfordert die Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt dauerhafte Hilfen und flexiblere Übergangsformen zwischen den Werkstätten und dem ersten Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Die viel propagierte und geförderte Idee der Inklusion sollte hier eigentlich Wege eröffnen. Auch die Einrichtung geschützter Bereich innerhalb von Wirtschaftsunternehmen müsse weiter verfolgt werden.
Generell soll über das entstehende Netzwerk jetzt die Wirtschaft der Region mobilisiert werden, Praktikumsplätze anzubieten und über die Gestaltung von Arbeitsplätzen für Behinderte ernsthaft nachzudenken. Die nächste Berufswegekonferenz mit einer Zwischenauswertung ist im März geplant.

Autor:

Ruthild Vetter aus Eisenach

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