Serie: Thüringer Rathäuser
14 verschiedene Melodien in Bad Langensalza

Das Rathaus in Bad Langensalza mit dem Rathaus­brunnen wurde in den Jahren 1742 bis 1752 erbaut.
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  • Das Rathaus in Bad Langensalza mit dem Rathaus­brunnen wurde in den Jahren 1742 bis 1752 erbaut.
  • Foto: KTL Kur und Tourismus Bad Langensalza GmbH
  • hochgeladen von Michael Steinfeld

Zweimal täglich erklingt am ­barocken ­Rathaus in Bad Langensalza ein Glockenspiel, weiß Matthias Reinz, Bürgermeister in Bad Langensalza.

Das heutige barocke Rathaus in Bad Langen­salza wurde in den Jahren 1742 bis 1752 aus heimischen Travertin ­erbaut. Es besitzt Baureste mehrerer mittelalterliche Vorgängerbauten. 1299 erstmalig ­erwähnt, wurde es durch Brände mehrfach zerstört, ­zuletzt beim Stadtbrand 1711. Der Turm des Rathauses blieb erhalten und wurde in das heutige ­Ensemble integriert.

Am vorderen Rathaus­portal befindet sich ein ­Glockenspiel mitsamt Figuren, welches der Stadt 1995 von Walter Tannhauer geschenkt wurde. Die 32 Glocken wiegen zusammen etwa 1,2 ­Tonnen und können 14 verschiedene Melodien spielen, die je nach Jahreszeit oder Anlass ausgewählt werden. Das Glockenspiel ertönt täglich 11.55 Uhr und 17.55 Uhr.

Promi: Hermann von Salza

Eine weitere Besonderheit ist der mittelalterliche Gewölbe­keller unter dem Rathaus. Dieser kann zu Kultur­veranstaltungen oder im Rahmen einer Kellerführung besucht werden.

Das Rathaus steht frei in der Mitte des Neumarkts. Der Blick vom Rathaus fällt dabei unter ­anderem auf den Rathaus­brunnen und die Marktkirche.

Die vermutlich wohl ­bedeutendste Persönlichkeit der Stadt war Hermann von Salza. Er war von 1210 bis 1239 der vierte Hochmeister des Deutschen Ordens. Hermann von Salza spielte eine bedeutende Rolle als Vermittler zwischen dem ­römisch-deutschen Kaiser Friedrich II. und dem Papsttum.

Das Rathaus zeigt in wechselnden Ausstellung Kunstwerke meist lokaler Künstler. So zeigt die Rathausgalerie gegenwärtig Bilder und Grafiken von insgesamt 14 Kunstschaffenden des Malzirkels der Kreativwerkstatt Gotha. Die Schau gibt Einblicke in Natur, Architektur und Leben.

Rosenstadt

In der ersten Etage ­befindet sich eine Büste von Anni ­Berger, Deutschlands einziger aner­kannten Rosenzüchterin. 1942 übernimmt sie mit ihrem Mann Walter eine Gärtnerei im ­heutigen Ortsteil Ufhoven. Von 1954 bis 1990 entstehen durch ihre Hand 91 Neuzüchtungen, wovon 50 Sorten staatlich zuge­lassen ­wurden. Dadurch wurde Bad Langensalza international als Rosenstadt bekannt. In Gedenken an Anni Berger wurde eine gleichnamige Stiftung gegründet, die gemeinnützige Zwecke im ­Bereich Natur- und Umweltschutz, Denkmalpflege und Denkmalschutz, Heimatpflege und Heimatkunde sowie Kunst, Kultur und Pflanzenzucht fördert.

Wir haben auf dem Rathausturm eine Webcam, deren Bilder man unter https://www.badlangensalza.de/tourist-info/webcam/ sehen kann.

Autor:

Michael Steinfeld aus Erfurt

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