Die Natur auf der Zunge
Wilde Kräuter - gezähmt im Salat

Die Kräuterpädagogin und ehemalige Thüringer Olitäten­königin Ines May kennt sich mit wilden Kräutern und deren Zubereitungsmöglichkeiten bestens aus.
  • Die Kräuterpädagogin und ehemalige Thüringer Olitäten­königin Ines May kennt sich mit wilden Kräutern und deren Zubereitungsmöglichkeiten bestens aus.
  • Foto: WaldResort
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Ines May vom WaldResort Hainich verwandelt wilde Kräuter zu Köstlichkeiten und vermittelt ihr Wissen weiter - zum Beispiel zur Kräuterwanderung am 25. Mai.

Da ein wenig Spitzwegerich, dort ein bisschen vom jungen Labkraut. Ein paar Löwenzahnblätter hinzu, die von Nesseln und Gundermann dürfen es auch gern sein. Und Giersch und Gänseblümchenblätter und Wiesenbärenklau? Immer her damit! Dazu Blüten von Klee und von Taubnesseln, von Malven oder Hornveilchen – und welch‘ grünem, wildem Wiesenbewohner man sonst noch begegnet. Bald schon werden sie und ein paar ­andere, nähere und weiter entfernte zutatige Gesellen sich zusammentun.

„Daraus lässt sich ein wunderbarer Wildkräutersalat machen“, schwärmt Ines May vom besten Nahrungslieferanten überhaupt – der Natur. Die Kräuterpädagogin aus dem WaldResort am Nationalpark Hainich zaubert aus dem, was Wald und Wiese zu bieten haben, köstliche Kreationen, probiert sich an immer neuen Rezepten aus.

Sie ist schon gespannt, für welche der wildwachsenden Wiesenkräuter sich die Teilnehmer ihrer nächsten Kräuterwanderung entscheiden, um sie dann gemeinsam zuzubereiten. Grundlage für alles ist ein grüner Salat – Eisberg, Feldsalat, Endivie, Chicoree – ganz nach ­Vorliebe. Später gibt es das Dressing, außerdem lassen diverse Früchte, Käsewürfel, gekochtes Ei und Avocado den Genuss rund werden. Die Hälfte des ­bunten Salates aber machen die wilden ­Kräuter aus.

„Ich liebe sie eigentlich alle“, möchte sie sich nach ihrem Lieblingskraut befragt nicht wirklich festlegen. „Draußen ist gerade alles so bombastisch, so satt“, mag Ines May diese Wochen ganz besonders. „Die Spargelzeit ist auch die Hoch-Zeit für Kräuter“, gibt sie eine gute Orientierungshilfe zum Thema beste Erntezeit. Da sei alles noch so zart und voller guter Inhalts- und Ballaststoffe, kaum fressfeinde­abwehrende Bitterstoffe sind eingelagert, es gibt kaum Insektenbefall. Wichtig bei der Zubereitung sei es, alles ganz klein zu schneiden. Und bei den anderen Zutaten durchaus auf ­Cremiges wie Avocados zu setzen, die alles perfekt miteinander verbinden. Die bunte Vielfalt in der Schüssel schmecke einfach unglaublich: „Bei jedem Bissen hat man einen anderen Geschmack, ein neues Stück Natur auf der Zunge“, so die Expertin. Dazu braucht man fast nichts anderes.

Termin & Anmeldung:

» „Kräuterküche mit Sammelwanderung“, 25. Mai, 10 Uhr, WaldResort am Nationalpark Hainich, Hainichstraße 5 - 11 in Weberstedt

» Anmeldung für diese kostenpflichtige Veranstaltung bis 22. Mai unter Telefon 03 60 22 / 1 88 10

» Ebenfalls am 25. Mai, 14 Uhr, kostenlose Lesung mit der Autorin Claudia Mende aus ihrem Buch „Tom und der ­Waldschrat“, Treffpunkt an der Rezeption

» www.waldresort-­hainich.de, www.unkrautkulinarisch.de

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