Neues Heft zur Geschichte der jüdischen Häftlinge im KZ Mittelbau-Dora veröffentlicht

Das Deckblatt der neuen Broschüre: Zu sehen ist ein Foto von befreiten Häftlingen in der Boelcke-Kaserne, aufgenommen am 11. April 1945. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
  • Das Deckblatt der neuen Broschüre: Zu sehen ist ein Foto von befreiten Häftlingen in der Boelcke-Kaserne, aufgenommen am 11. April 1945. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
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Broschüre "Vernichtung und Arbeit. Jüdische Häftlinge im KZ Mittelbau-Dora" ab sofort erhältlich

Zwischen Mai 1944 und März 1945 verschleppte die SS mehr als 6000 jüdische Häftlinge ins Konzentrationslager Mittelbau-Dora. Dort sollten sie Zwangsarbeit für den von den Nationalsozialisten propagierten "Endsieg" leisten. Zugleich betrieb die SS weiterhin ihr Programm der Ermordung der europäischen Juden. Zwangsarbeit und Vernichtung waren miteinander verzahnt.

Zum 69. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora und anlässlich des 70. Jahrestages der Deportation der ungarischen Juden im Sommer 1944, von denen mehrere Tausend Anfang 1945 ins KZ Mittelbau-Dora gerieten, ist nun eine 49-seitige Broschüre erschienen. Anhand zahlreicher Dokumente und exemplarischer Biografien stellt sie die Arbeits- und Existenzbedingungen der jüdischen Häftlinge im KZ Mittelbau-Dora vor. Darüber hinaus ordnet das Heft ihre Verschleppung in den Harz in die Gesamtgeschichte der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden ein. Auch in regionalgeschichtlicher Perspektive: Denn noch bevor das KZ Mittelbau-Dora im August 1943 gegründet wurde, waren die meisten Nordhäuser Juden bereits in den Osten deportiert und ermordet worden.

Diese Broschüre der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ist ab sofort in der Besucherinformation der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora erhältlich.

Mehr Informationen unter www.dora.de

Autor:

Andreas Froese-Karow aus Nordhausen

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