Mordsharz-Festival erstmals auch in Nordhausen
Wie gruselig!

Krimineller Botschafter des Harzes: Roland ­Lange, Jahrgang 1954, schrieb bislang sieben Harz­-Krimis. Auf seine ­Initiative hin fand 2011 das erste Mordsharz-Festival statt. Seither gehört er zu den Organisatoren, die jährlich im September hoch­karätige Autoren ein­laden. Diesmal auch nach Nordhausen.
  • Krimineller Botschafter des Harzes: Roland ­Lange, Jahrgang 1954, schrieb bislang sieben Harz­-Krimis. Auf seine ­Initiative hin fand 2011 das erste Mordsharz-Festival statt. Seither gehört er zu den Organisatoren, die jährlich im September hoch­karätige Autoren ein­laden. Diesmal auch nach Nordhausen.
  • Foto: Andrea Schrader
  • hochgeladen von Sibylle Klepzig

Vom 12. bis 15. September verbreiten Krimi-Autoren schaurig-schöne Stimmung im Harz. Auch die Lesungen im Nordhäuser Tabakspeicher sind nichts für Sensibelchen. Doch was hat das mit James Bond zu tun? Fünf Fragen an Roland Lange, Krimi-Autor und Mitorganisator des Mordsharz-Festivals.

Herr Lange, Sie haben Geodäsie studiert. Was bringt einen Vermessungsinge­nieur auf Mordgedanken?
Seit ich denken kann, bin ich leidenschaftlicher ­Krimileser. Und seit frühester Jugend be­gleitet mich die Schriftstelle­rei. Da war es nur die logische Konsequenz, dass ich selbst Krimis schreibe. Die Arbeit als Vermesser nahm mir den Druck, gleich als Schriftsteller Geld verdienen zu müssen. So gesehen, hat der Beruf geholfen.

Haben Sie dadurch auch besonders schaurige Ecken kennengelernt?
Ja, auch. Es waren Ecken dabei, die ich in meinen Krimis verarbeiten konnte. Leichen habe ich nicht gefunden, aber ich bin schon mal in Hinter­höfe gekommen, die alles andere als schön aussahen, wo plötzlich Ratten umherliefen. Das inspirierte schon auf eine Art.

Was war der Auslöser, Harz-Krimis zu schreiben?

Vor neun Jahren ist mir eine Landkarte mit Krimi­standorten in die Hände gefallen – und im Harz war da gar nichts. Ich dachte mir: Es ist Zeit, dass dieser weiße Fleck gefüllt wird. 2010 erschien mein erster Harz-­Krimi „­Höhlenopfer“. Mittlerweile gibt es sieben. Es ist die Polizei­inspektion Northeim-Oste­rode, von der aus mein Kommissar Behrends ermittelt. Er muss auch mal mit anderen Stellen zusammenarbeiten, so erfasse ich den ganzen Harz.

Den Harz als Ganzes ­sehen – ist das auch Anliegen des „Mordsharz-Festivals“, das Sie 2011 initiierten?
Unser kleines Organisations­team hatte von Anfang an die Idee, den gesamten Harz einzubeziehen. Anfangs waren es nur Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, weil sich so ein Festival erst entwickeln muss. Wir freuen uns riesig, diesmal auch nach Nordhausen zu kommen. Mit Thüringen ist der Harz komplett.

Versprechen Sie den Nordhäusern mörderisch gute Unterhaltung?
Auf jeden Fall. Es gibt vier Lesungen. Zuerst können alle Fans der drei ­Fragezeichen Christoph Dittert ­zuhören, der begleitet wird von einer Geräuschemacherin. Ich werde meinen neuen Harz-Krimi vorstellen, danach kitzelt Thriller-Autor Andreas Winkelmann die Psyche der Zuhörer. Den Schlusspunkt setzen die englische Autorin Fiona Cummins und Dietmar Wunder, der übersetzt. Das Publikum wird dessen Stimme aus den neueren James-Bond-Filmen kennen. Er ist die deutsche Stimme von Daniel Craig. Man kann sich darauf verlassen, dass der Synchron­sprecher das an einer Stelle des Abends unterbringt. Das ist immer eine Mordsgaudi.

Das Programm
» Vier Tage, vier Orte, drei Bundesländer: 12.9. Schloss Wernigerode / 13.9. Welfenschloss Herz­berg / 14.9. Tabakspeicher Nordhausen/ 15.9. Rammelsberg Goslar
» Lesungen in Nordhausen / Karten im Tabakspeicher:
15 Uhr Christoph Dittert / Geräuschemacherin Almut Schwacke: „Die drei ??? Die Legende der Gaukler“ / 
18 Uhr Roland Lange: „Drei freundliche Tage und ein Todesfall“ / 19.30 Uhr Andreas ­Winkelmann: „Das Haus der ­Mädchen“ / 21 Uhr Fiona Cummins / Dietmar Wunder:
„Der Knochensammler – Die Rache“

» Mehr Infos: www.mordsharz-festival.de
Roland Lange hat bislang sieben Harz-Krimis im Prolibris-Verlag veröffentlicht.

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