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Das Heim am Haken

Wo: Campingplatz, 99762 Neustadt/Harz auf Karte anzeigen
Drei passionierte Camper: Thomas ­Grunow aus Sömmerda (von links), ­Carola Ohnrich aus Nordhausen und Harald Backhaus aus Frankfurt / Main lernten sich über das Internet-Forum kennen und freuen sich über das jährliche Wiedersehen – wie hier in ­Neustadt im Südharz.
Drei passionierte Camper: Thomas ­Grunow aus Sömmerda (von links), ­Carola Ohnrich aus Nordhausen und Harald Backhaus aus Frankfurt / Main lernten sich über das Internet-Forum kennen und freuen sich über das jährliche Wiedersehen – wie hier in ­Neustadt im Südharz.
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Wohnwagen-Camper lieben ihre Flexibilität und Freiheit, aber auch die Gemeinschaft – Wie das Treffen in Neustadt im Südharz zeigt

„Entweder man ist Camper oder man ist es nicht.“ Für ­Carola Ohnrich ist das reine Gefühlssache. Sie jedenfalls fühlt sich glücklich, wenn es mit dem Wohnwagen auf Reisen geht. „Dann sind wir draußen in der Natur, ganz und gar ungebunden.“

Die Nordhäuserin und ihr Mann sind langsam hineingewachsen in die mobile Urlaubswelt. 2005 ging‘s das erste Mal mit einem VW-Bus und Vorzelt auf Tour, erzählt sie vom vorsichtigen ­Herantasten. „Es machte einfach Spaß, diese Freiheit war genau unser Ding.“ Am Ende des Urlaubs stand der Entschluss fest: „Lass uns das mal mit einem Wohnwagen testen.“

Aus dem Versuch ist eine echte Leidenschaft geworden, aus dem geliehenen ­Caravan ein eigenes Modell mit allem Komfort – und aus den ersten Kontakten zu Gleichgesinnten eine große Gemeinschaft. Das Paar gehört zu den rund 1350 Mitgliedern eines Internet-­Forums für Freunde von Tabbert-Caravans. „Wir tauschen uns aus über die schönsten ­Stellplätze, über kleine Basteleien und technisches Zubehör.“ Über die Jahre, sagt Carola Ohnrich, sind viele Freundschaften entstanden. "Camper helfen sich gegenseitig. In unserem Club ist dieses Miteinander extrem ausgeprägt."

Seit 2010 trifft man sich einmal im Jahr irgendwo in Deutschland. Diesmal im Südharz, auf dem Campingplatz am Waldbad in Neustadt. Die Nordhäuserin hat das Wiedersehen organisiert und 33 Caravan-Gespanne kamen. Mitorganisator Harald Backhaus aus Frankfurt / Main ist schon das vierte Mal hier. „Der Platz ist wunderschön“, schwärmt der Camper.
Für alle, die es einmal mit ­Caravan-Urlaub probieren möchten, hat er parat:

1. Um herauszufinden, ob diese Urlaubsform den ­eigenen Vorstellungen entspricht, sollte man sich zunächst einen Wohnwagen auf einem Campingplatz ­mieten. Auf ausgewählten Plätzen ist das möglich. So kann man sich mit den ­Abläufen vertraut machen – vom Bettenbauen bis zur Toilettenleerung.

2. Es hilft, sich vorab mit Campern auszutauschen, die sich auskennen. Dazu gibt es viele Foren im Internet. Kein anderer kann bessere ­Praxistipps geben – und jeder Camper hilft dem anderen.

3. Das Fahren mit Wohnanhänger hat seine Tücken – in der Kurve, beim Rangieren und Bremsen. Autoclubs ­bieten ein spezielles Fahrtraining an. Das Geld ist auf jeden Fall sehr gut in die Sicherheit investiert.

Drei passionierte Camper: Thomas ­Grunow aus Sömmerda (von links), ­Carola Ohnrich aus Nordhausen und Harald Backhaus aus Frankfurt / Main lernten sich über das Internet-Forum kennen und freuen sich über das jährliche Wiedersehen – wie hier in ­Neustadt im Südharz.
Wohnwagen in Reih und Glied: eine Luftaufnahme vom Treffen der Tabbert-Freunde, zu dem 33 Gespanne kamen.

Raffaele Benkler
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