Neues vom Karate Do Kwai Nordhausen
Goldener Roland für Frank Pelny

Auch in diesem Jahr wurde wieder der Goldene Roland im Rahmen des Rolandsfestes verliehen. Die Auszeichnung des Nordhäuser Gewerbevereins ging an Frank Pelny.
Viele Nordhäuser haben diesen Namen schon einmal gehört. Wer es nicht genauer weiß, der denkt zumindest sofort an Kampfsport oder Karate. Frank Pelny ist Gründer und erster Vorsitzender des Karate Do Kwai Nordhausen. Aber es steckt viel mehr dahinter. Er ist der Sensei, somit Trainer, wegbegleitender Mentor, aber auch Kampfrichter, Dozent, Stilrichtungsbewahrer, Prüfer und Gewaltschutztrainer. Nicht zu vergessen Autor von neun Sachbüchern. Bekannt ist er in Nordhausen allen Karate-Enthusiasten der ersten Stunden seit 1987. Außerdem entwickelte er zusammen mit Egbert Gundlat ein einfach anzuwendendes Selbstverteidigungssytem für Jedermann. Für Frauen und Fitness schuf er eine Trainingsgruppe Karate-Aerobic. Das Kobudô, quasi ein Karate mit mittelalterlichen Bauernwaffen wie Langstock oder Mühlradkurbel, kam ebenfalls auf seine Liste.
Während Frank Pelny im Karate ein fester Bestandteil des offiziellen Thüringer Verbandes wurde, verknüpfte sich sein Name mit dem Kobudô auch auf internationaler Ebene. Seit Jahren ist er technischer Direktor für Europa im Ryûkû Kobudô Tesshinkan. In diesen Funktionen trug er Nordhausen in den Freistaat und in die Welt. Nur um einige Länder zu nennen: in Russland, Kanada, Sri Lanka, Brasilien und sogar in Japan ist er als Kampfkunstexperte hoch geschätzt. So sehr, dass ihm im Mutterland des Karate und Kobudô auf Okinawa der Titel „Lehrer der Lehrer“ verliehen wurde. Eine Ehre, die nur sehr wenigen Nichtjapanern zuteilwird.
Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass es Frank Pelny jedes Jahr schafft, die internationale Kampfkunstelite nach Nordhausen zu locken wenn er zu seinem Europa-Gasshuku (Trainingslager) im Ryûkû Kobudô Tesshinkan einlädt und in diesem Zusammenhang den Europa-Cup veranstaltet. Überhaupt sind seine Schüler im Wettkampf sehr erfolgreich. Besonders hervorzuheben ist da Hagen Walter, der auf Okinawa nicht nur den Weltmeistertitel erringen, sondern sogar verteidigen konnte.
Bei all diesen Fakten fehlt aber noch ein ganz wichtiger Punkt. Was ehrt einen Lehrer mehr, als der Dank und die Wertschätzung seiner Schüler? Viele Nordhäuser haben bei Frank Pelny in den vergangenen Jahren trainiert. Sie wurden geprägt von seiner immer ausgestrahlten Ruhe, seiner Art der klaren Vermittlung von Inhalten und der Gewissheit, auch auf Kleinigkeiten hingewiesen zu werden. Stolz sind deshalb Franks Schüler und empfinden es selbst als Ehre von ihm lernen zu dürfen.
Noch etwas ist charakteristisch für Frank Pelny: seine Bescheidenheit. Er mag es gar nicht Zeit aufzuwenden, für solche Momente die ihn selbst betreffen, für Momente wie diese Preisverleihung. Nur mit einer hoffentlich verzeihlichen kleinen List gelang es Stephanie Aurin, welche die Laudatio halten durfte, den Auszuzeichnenden auf die Bühne zu locken. Denn dazu musste er – wie kann es anders sein – das Training mit seinen Schützlingen für eine Weile unterbrechen.

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