Julia erobert Lenkrad im Bus - Mädchen können Blick in die Berufswelt von Männern

Julia hat trotz ihrer "nur" 1,68 m Körperhöhe keine Angst vor großen Bussen. "Es war schon immer mein Traum", erzählt die 19-Jährige. "Mein Freund findet‘s gut. Er ist auch Busfahrer."
  • Julia hat trotz ihrer "nur" 1,68 m Körperhöhe keine Angst vor großen Bussen. "Es war schon immer mein Traum", erzählt die 19-Jährige. "Mein Freund findet‘s gut. Er ist auch Busfahrer."
  • hochgeladen von Heidrun Fischer

Schon längst ist das klassische Rollenbild von Männer- und Frauenberufen ad acta. Zwar dürfte die Zahl männlicher Hebammen - wie heißen die dann eigentlich? - und die der weiblichen Eisengießer äußerst gering sein, dennoch verschließt sich heute kaum mehr ein Beruf dem sogenannten zarten Geschlecht.

Frauen als Mechatronikerin, Malerin, Tischlerin, Lackiererin oder Dachdeckerin sind keine Seltenheit mehr. Am Steuer von Bussen und Bahnen schon eher. Doch auch hier erklimmen mehr und mehr Damen den Fahrersitz und greifen nach dem Lenkrad.

Auch für Julia Hecker ist das Busfahren ein Traum. In ihrer dreijährigen Ausbildung zur "Fachkraft im Fahrbetrieb" bei der Firma Brauer-Reisen macht sie ihn wahr und lernt, den automobilen Riesen zu steuern. "Das Schöne ist der tägliche Kontakt mit den Menschen", schwärmt sie. "Das Faszinierende und gleichzeitig die größte Herausforderung ist die Größe des Busses mit 12 Metern Länge und 2.55 Metern Breite."

Mit dem traditionellen Girls‘ Day oder "Mädchentag" (der jedes Jahr stattfindet) erhalten Schülerinnen Gelegenheit, hinter die Kulissen typischer Männerberufe zu schauen. Betriebsbesichtigungen stellen Ausbildungsberufe direkt vor Ort vor. Mit Einblicken in naturwissenschaftliche und technische Berufe´ sollen sich den Mädchen Fantasie, Kreativität, Talent und Potenziale erschließen, die in Zukunft dringend gebraucht werden.

Umgekehrt geht‘s auch Um Jungen mit typisch weiblichen Berufen vertraut zu machen, wird der Tag neuerdings auch umgekehrt genutzt. Das Mehrgenerationenhaus hat Jungen zu einer "Haushaltsrallye" eingeladen, bei der sie sich als Knopf-Annäher, Bügler oder Baby-Wickler testen konnten.

Übrigens gibt es in ganz Deutschland nur einen Mann als Hebamme. Er nennt sich offiziell "Entbindungspfleger".

Autor:

Heidrun Fischer aus Nordhausen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.