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Mitmenschlich denken und handeln

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Sermad Abdul M. singt und spielt in der Band von Emma Mai. Als der junge Syrer, der jetzt in Weimar lebt, mit den anderen auf dem Weg zum Jahresempfang des PARITÄTISCHEN in Neudietendorf ist, ahnt er noch nicht, dass ihm an diesem Tag eine ganz besondere Überraschung bevorsteht. Denn Rene Casta, Referent im Landtag, hat auch einen syrischen Bekannten mitgebracht - Mohammad S, der seit 14 Monaten in Erfurt lebt. Als die beiden sich in der Krügervilla begegnen, ist die Überraschung und die Freude groß: Sermad und Mohammed liegen sich sofort in den beiden Armen. Denn beide stammen aus Damaskus, sind dort Freunde gewesen, haben sich aber in den Wirren des Krieges dort und der Flucht aus den Augen verloren. Hier in Neudietendorf, in der Krügervilla, feiern sie jetzt ein überraschendes Wiedersehen. Spontan singt Mohammed in der Band von Emma Mai mit, anschließend hocken die beiden Freunde zusammen, haben sich viel zu erzählen. Adressen und Telefonnummern werden ausgetauscht, klar, dass die beiden sich so schnell wie möglich wiedersehen wollen.

Der Neujahrsempfang des PARITÄTISCHEN hat die beiden Freunde wieder zusammengebracht. „Mitmenschlich denken und handeln“ – so das Motto der Veranstaltung, eines Empfangs, in dem gelingende Beispiele der Integration im Mittelpunkt standen. Wie das Projekt der Weimarer Sängerin Maria Antonia Schmidt, die unter ihrem Künstlernamen Emma Mai Flüchtlingskinder aus dem Weimarer Flüchtlingsheim um sich geschart hat und mit ihnen singt und spielt. „Musik überwindet Grenzen“.Die jungen Musiker brachten mit ihren Volksliedern aus Syrien, aber auch ihren deutschen Liedern, richtig Schwung in die Veranstaltung. Es war der vorerst letzte Auftritt der Truppe, wie Maria Antonia Schmidt zum Schluss erklärte. Sie hofft darauf, dass gestellte Förderanträge genehmigt und so eine Weiterführung des Projektes möglich wird. Die syrischen Flüchtlingskinder haben so viel Spaß an der Musik und waren mit solcher Begeisterung bei der Sache, dass alle Anwesenden der Sängerin viel Erfolg bei den Bemühungen wünschten, „Emma Mai und den Habibi-Chor“ weiterleben zu lassen.

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