"Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder."
Mein Jahr jedoch hat nur noch drei Jahreszeiten

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Aus meiner Kindheit kenne ich ein Jahreszeiten-Lied: „Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder. Den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Der Frühling bringt Blumen, der Sommer den Klee, der Herbst bunte Blätter, der Winter den Schnee.“ Sicherlich gibt es irgendwo im Netz auch die Melodie dazu, die ich nie vergessen habe.
Wer weiß, wie lange dieses Lied noch zum Jahresverlauf passt. Immer mehr verwischen Frühlingsende und Sommeranfang und auch der Herbst hat sich verändert.
So hat man fast das Gefühl, es gibt nur noch drei Jahreszeiten. Darum habe ich ihnen auch eigene Namen gegeben: März – Juni = Blütezeit / Juli – Oktober = Erntezeit / November – Februar = Ruhezeit und ich glaube, dass damit der gegenwärtige Lebensrhythmus viel besser umschrieben wird.

Nicht nur Jahreszeiten haben ihre Reize
Nein, auch das Wetter und die Gestirne können eine Faszination auslösen. Ein Abendrot im Gebirge wirkt erst dann imposant, wenn der kahle Fels in verschiedene Rottöne gefärbt wird und wenn dann auch noch ein Vollmond dazu scheint, hat das schon eine besondere Wirkung auf den Beobachter. Menschen, die Natur und Wetter mit neugierigen Augen betrachten, können auch dem widrigsten Ereignis noch etwas Schönes abgewinnen. Es kommt halt auf den Standpunkt des Betrachters an.

Nach einem ausgiebigen Regen kann es zu Hochwasser kommen, doch in den Regentropfen spiegelt sich auch die Sonne und alles erstrahlt sauber und wie neu. Ein starker Schneesturm kann gefährlich für Mensch und Tier werden, doch eine weiße Landschaft macht Spuren sichtbar und lässt die Umgebung rein und friedlich wirken. Vollmond ist für manche Menschen ein Grund nachts nicht richtig schlafen zu können, doch ein leuchtender Vollmond zieht stets Blicke auf sich.

Ist es zu kalt, sind Wanderer unzufrieden, aber eine große Hitze und die sengende Glut einer Mittagssonne sollten niemals harmlos abgetan werden. Manch ein Sonnenbrand bleibt als schmerzhafte Erinnerung an das Wandererlebnis zurück.
Und so könnte man immer weiter schreiben, denn *Es gibt so viele Wetter, wie das Jahr Tage hat!* und das ist einfach so. Bauernregeln und Wettervorhersage stimmen schon lange nicht mehr wie vor einhundert Jahren, denn das globale Klima gerät durch den Einfluss des Menschen aus den Fugen und ändert sich schneller als in den vergangenen Jahrhunderten.

Wir Menschen werden uns wohl oder übel an ein neues Klima gewöhnen müssen. Es lebe der Wohlstand der Industrienationen!

Annett Deistung, Südharz, Woffleben

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