Wildes Leben im Südharz
Riesen-Bärenklau - Giftpflanze des Jahres 2008

Riesen-Bärenklau - Staude an der Wieda
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Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) wird wegen seiner enormen Größe auch Herkulesstaude genannt.

Als ich 2009 das erste Mal die Dolden aus der Ferne sah, wusste ich noch nicht viel über diese Pflanze. Doch inzwischen habe ich mich belesen und möchte alle Leser darauf aufmerksam machen.

Kinder sind besonders gefährdet!
Aus Abenteuerlust werden aus den dicken Stängeln Pusteröhrchen gebastelt. Doch für die Haut kann der Kontakt fatale Folgen haben. Die feinen Nesseln auf der Pflanze hinterlassen unsichtbare kleine Verletzungen auf Haut und Schleimhäuten und nach starkem Sonnenkontakt kann es zu einer Art Verbrennung kommen.

Achtung auf Wiesen in Wassernähe und Flussufer
Ich bin mit meinem Mann speziell 2010 auf Bestandsuche in Woffleben gegangen und habe mehr Exemplare gefunden, als mir recht war. Entlang dem Karstflüsschen Wieda fanden wir 6 Standorte mit teils bis zu 10 Exemplaren. Aber am imposantesten war ein "Beet" am Rande eines Rapsfeldes. Hier standen mind. 25 Pflanzen mit einer geschätzten Höhe von 2,60 - 3,00 Meter. Der Beobachtungszeitraum liegt über 4 Monate von Juni - September. Dieses Jahr fehlt noch. Ich werde aber weiterhin über die Fundorte berichten, bis sich die Naturschutzbehörden endlich der Gefahr bewusst sind.

Behörden geben die Verantwortung an Landeigentümer weiter
Nachdem ich mich im Internet über diese Pflanzenart kundig gemacht hatte, ein Bild in der TA veröffentlicht wurde und auch noch ein Artikel vom Park Hohenrode zum Bekämpfungs-Problem mit der Herkulesstaude erschien, dachte ich die Behörden kümmern sich um dieses Problem. Weit gefehlt! Auf eine telefonische Nachfrage wurde mir erklärt , dass der Fundort nicht in unmittelbarer Nähe zu Menschen liegt. Somit liegt die Verantwortung beim Landeigentümer bzw. Nutzer ob er die Stauden selber entfernt.

M e i n  F a z i t
Pflanzen mit Blättern, die im Jungstadium schon größer als eine Frauenhand sind, sollte man nicht anfassen!!!

HarzWusel Annett Deistung
(Beitrag 003)

Literatur
Naturführer Wildblumen, N. Flechter, dt. 2005, Kindersley Verlag GmbH; Seite 73

Dieser Beitrag wurde am 15. Juni 2011 im "Allgemeinen Anzeiger" publiziert!

Autor:

Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen

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