Tribüne am Pferdebauch

Landrat Peter Hengstermann zeigt auf die Stelle, an der die begehbare Schautribüne am Denkmal positioniert wird. Wer auf der Plattform steht, kann das elf Meter hohe Pferd am Bauch berühren.
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  • Landrat Peter Hengstermann zeigt auf die Stelle, an der die begehbare Schautribüne am Denkmal positioniert wird. Wer auf der Plattform steht, kann das elf Meter hohe Pferd am Bauch berühren.
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Besucher sollen Sanierung am Kyffhäuserdenkmal hautnah miterleben

KYFFHÄUSER. Wohl wenige Menschen können von sich behaupten, jemals das Reiterstandbild am Kyffhäuserdenkmal berührt zu haben. Doch bis Ende 2013 hat jeder Besucher dazu die seltene Chance!

Mit einer Schautribüne an der Nord-Ost-Ecke möchte der Tourismusverband als Betreiber allen Gästen ein "Sahnebonbon” bieten und sie direkt am Baugeschehen teilhaben lassen - als symbolische Entschädigung dafür, dass sie in den nächsten 21 Monaten auf den gewohnten Anblick des Turmes mit Kaiser Wilhelm I. hoch zu Ross verzichten müssen. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten am roten Sandsteindenkmal, das zu Ehren des deutschen Kaisers nach dessen Tod im Jahr 1886 errichtet und am 18. Juni 1890 offiziell eingeweiht worden war. In dieser Woche beginnen die Vorarbeiten. Nach Ostern werden die Gerüstbauer den Turm nach und nach verhüllen. Das Mauerwerk wird mit Wasser und feinkörnigem Sand abgestrahlt, an schadhaften Stellen ausgebessert und neu verfugt. Fenster, Türen und defekte Steine werden erneuert.

"Mit der sechs Meter hohen Schautribüne über dem sitzenden Krieger, die von der Plattform aus über eine Treppe jederzeit zugänglich sein wird, sollen die Besucher aktiv an den Baumaßnahmen teilhaben", weckt Landrat Peter Hengstermann die Neugier auf diese Einmaligkeit. Der Bau wird zum Event!

"Wir wollen vermeiden, dass jemand vor verschlossenen Türen steht", betont Herbert Knischka vom Tourismusverband. "Deshalb wird es keinerlei Einschränkungen geben, alle Einrichtungen bleiben geöffnet." Der Besuch des Turmes ist möglich.

Barbarossa bleibt unverhüllt und ist jederzeit erreichbar. Auch gibt es Überlegungen, ein Pixel-Foto mit der ursprünglichen Ansicht als Plane anzubringen. Kosten und technische Machbarkeit werden derzeit erörtert. "Wir schenken jedem Besucher während der Sanierung ein Bild vom unverhüllten Denkmal und ein Freiticket für das Jahr 2014. Dann sind die Hüllen gefallen", verspricht Peter Hengstermann.

Autor:

Heidrun Fischer aus Nordhausen

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