Ein hoher Grad des Könnens

Am letzten Freitag im März war Frank Pelny, der Cheftrainer, Gründer und seit über zwanzig Jahren erster Vorsitzender des Karate-Do-Kwai Nordhausen e. V., zu einem besonderen persönlichen Termin unterwegs. In Coburg wollte er sich selbst der Prüfung zum nächsthöheren Meistergrad stellen.

Hohe Graduierungen in asiatischen Kampfkunstsystemen, wie dem Karate, sind für westliche Personen eher eine Seltenheit. Im Deutschen Karate Verband (DKV), dem einzigen vom DOSB anerkannten Karate-Fachverband in Deutschland, sind daher die zu erfüllenden Kriterien dafür auch recht hoch gesteckt. Nicht jeder wird zu einer höheren Prüfung zugelassen. Daher war es schon eine große Ehre für den Nordhäuser Frank Pelny, überhaupt die Zulassung zu dieser Prüfung ab 6. Dan zu erhalten. Frank, der schon seit 40 Jahren Kampfsport und davon 33 Jahre Karate trainiert, hatte sich 7 Monate lang intensiv auf die Prüfung vorbereitet. Denn im Gegensatz zu einigen anderen Kampfsportarten werden beim Karate diese hochrangigen Schwarzgurte nicht einfach verliehen, sondern müssen durch einen Nachweis der Leistung vor einer Prüfungskommission verdient werden. Dem Anlass entsprechend war diese Jury auch sehr hochranging besetzt. Gilbert Gruss (Frankreich / 9. Dan), Bernhard Milner (Deutschland / 9. Dan), Klaus Sterba (Deutschland / 8. Dan), Günter Mohr (Deutschland / 8. Dan) und Gunar Weichert (Deutschland / 7. Dan) beurteilten das Können der Prüflinge. Am Ende bestand Frank Pelny mit weiteren 5 Karatekas die Prüfung zum 6. Dan, dem Roku-Dan. Daneben konnte auch noch ein weiterer Kampfkünstler den 8. Dan erreichen.
Somit ist Frank Pelny im Shôtôkan, der am weitesten verbreiteten Stilrichtung des Karate-Do in Deutschland, neben dem Bundesjugendtrainer Klaus Bitsch und dem Landestrainer Andreas Kolleck der Dritte in Thüringen, der diese Graduierung erreichen konnte.

Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining in den Sportarten Karate, Kobudô, Selbstverteidigung, Shaolin Kung-Fu, Qi-Gong und Karate Aerobic oder für die 4-6 jährigen Ninja-Kids an. Alle Trainingseinheiten werden durch qualifizierte Trainer geleitet, die über mehrjährige Kampfsporterfahrung verfügen. Einige Trainer reisen zusätzlich in regelmäßigem Turnus nach Okinawa, der Wiege des Karate und Kobudô. Sind sie also auf der Suche nach fachlicher Kompetenz und einer kameradschaftlicher Trainingsatmosphäre, erhalten sie hier nähere Informationen: www.karate-nordhausen.de bzw. unter Tel.: (03631) 60 47 36.

Autor:

Sven Schröter Pressewart Karate-Do-Kwai Nordhausen e. V. aus Nordhausen

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