Funkenburgfest: Es feiern die jungen Germanen

Foto: Funkenburgverein
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Zum 20. Funkenburgfest am Wochenende in Westgreußen lässt sich erahnen, wie die Germanen einst hier siedelten

Handy, Computer, Autos und Wohnhäuser im heutigen Stil kannten die vor rund 2000 Jahren lebenden Germanen noch nicht. Sie lebten vielmehr im Einklang mit der Natur und siedelten an Plätzen, die ihnen günstige Arbeits- und Lebensbedingungen boten. Sie errichteten wehrhafte Burgen, wussten bereits, ihre Vorräte vor Ungeziefer zu sichern. Sie bauten ihre Häuser so, dass sie ihnen einen gewissen Schutz vor Naturgewalten gewährten.

 Eine solche Siedlung befand sich auch auf einer Anhöhe nahe Westgreußen. Auf der Grundlage archäologischer Ausgrabungen wurde hier Ende der 1990er-Jahre die einzige originalgetreu rekonstruierte Germanensiedlung Deutschlands, die Funkenburg, als Freilichtanlage zum Teil wieder aufgebaut. Besichtigen kann man sie seitdem von April bis Oktober täglich.

 Einmal im Jahr lassen die Mitglieder des Funkenburgvereins für zwei Tage das Leben der Germanen mit vielfältigen Angeboten wieder auferstehen. Die 20. Auflage des Funkenburgfestes findet am 17. und 18. August statt. Jeweils von 10 bis 17 Uhr erhalten Besucher einen Einblick in das Leben der einst hier siedelnden Germanen.

In authentischen Gewändern stellen „Germanenstämme“ Kampfszenen der damaligen Zeit nach und versuchen einmal täglich, die Burg zu erstürmen. Darüber hinaus gibt es handwerkliche Angebote wie Töpfern, Schmieden, Brettchenweben, Glasperlen ziehen, Bogenschießen und Lederbearbeitung. Stärkung versprechen die über offenem Feuer gekochte Suppe und Backwaren aus den rekonstruierten Lehmkuppelöfen. Führungen vermitteln Geschichtswissen. Erstmals zu sehen sind Grabungsfunde, die das Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar vorbereitet hat.

Termin: 20. Funkenburgfest in Westgreußen, 17. und 18. August,
jeweils 10 bis 17 Uhr

Foto: Funkenburgverein
Marleen, Lucy, Angelique-Marie, Nina und Danielle im Wildkräutergarten der Funkenburg. Hier wachsen Krapp, Waid, Schöllkraut und Rainfarn, die zum Färben der Stoffe verwendet wurden und heute noch werden. Alle Tuniken der Mädchen sind selbstgefertigt. Foto: Archiv/Fischer
Autor:

Lokalredaktion Nordhausen/Sondershausen aus Nordhausen

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