Volles Haus für Frieden in Neustadt an der Orla. Thügida nicht willkommen.

Volles Haus. Die Menschen kamen zahlreich für Frieden und Menschlichkeit in Neustadt zusammen.
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Das Neustädter ihre Stadt lieben, haben sie am vergangenen Samstag gezeigt.

Auf dem Marktplatz hat sich Thügida angekündigt und das hat vielen Saale-Orla-Kreis-Bewohnern nicht so recht gepasst. Zum Friedensgebet war die Neustädter Kirche gut gefüllt. Es erklangen nachdenkliche Worte für ein tolerantes Miteinander und gegen Rassismus und Gewalt. Es wurde klar gesagt "Neustadt war immer bekannt für Offenheit und Toleranz und das soll auch so bleiben. Aktionen wie Reste eines Schweinekopfes vor einer Pößnecker Unterkunft wo Flüchtlinge untergebracht sind, sind unfassbar".
Gemeinsam liefen die Menschen durch die Innenstadt, begleitet von der Polizei, die den Demonstrationszug geschickt an Thügida vorbei leitete um Eskalationen zu vermeiden. Das funktionierte so gut, dass die Thügida-Organisatoren am Ende ihrer Veranstaltung dachten und aussprachen, dass es scheinbar keine Gegen-Demonstration gab und nach Erklingen der Nationalhymne, die mit "Deutschland Deutschland über alles" begann, sich bei ihren Teilnehmern für den friedlichen Ablauf bedankten.
Aber die Realität sah anders aus:
Es gab einen Demonstrationszug "NoThügida" der an der Festhalle ankam. Dort zeigten die Neustädter Offenheit und aplaudierten zu den Worten der Redner, die sich alle für Frieden aussprachen, aber auch mahnten, "dass sich immer noch viel zu wenig Neustädter beteiligen". Auch Neustädter Politiker wurden vermisst. Ein Höhepunkt war die Rede eines Syrischen Flüchtlings in seiner Muttersprache, dessen Worte vom Neustädter Arzt Faiez Baghdadi mit Syrischer Abstammung übersetzt wurden. "Wir sind nicht hier um Reichtum zu bekommen, wir wollen Deutsch lernen, arbeiten und uns integrieren. Wir sind hier um Frieden zu finden" war das Statement. Auch ein engagierter Teilnehmer der "Crazy Horse" genannt wird, bekam viel Beifall als er von seiner ehrenamtlichen Arbeit für Flüchtlinge erzählte. Auch er mahnte, dass noch viel zu wenig Menschen hier sind, obwohl der Demonstrationszug mehr Teilnehmer hatte als Thügida.

Eine Unterschriftensammlung für Menschlichkeit und Demokratie am Rande der Veranstaltung wurde durchgeführt.
Zur Aktionstag unter dem Motto "Neustadt ist bunt und tolerant" hat das Protestbündnis "No Thügida" aufgerufen, zusammen mit Vertreter/innen der Kirche, der Jugendarbeit und der Flüchtlingshilfe sowie der Gewerkschaft und der demokratischen Parteien.

Autor:

Marcus Daßler aus Zeulenroda-Triebes

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