Gestern in Rudolstadt
Bauarbeiter mit Luftgewehr beschossen

Am Mittwochnachmittag ging bei der Polizei ein Notruf ein, dass auf einer Baustelle in Rudolstadt die Bauarbeiter vermutlich mit einem Luftdruckgewehr beschossen wurden. Eine Person sei bereits verletzt.

Sofort fuhren mehrere Polizeieinsatzwagen zu der Baustelle in der Trommsdorffstraße. Zudem wurden im Erich-Correns-Ring die Hauseingänge des der Baustelle gegenüberliegenden Blocks von den Polizisten besetzt. Ein 53-Jähriger (slovakisch) und ein 50-Jähriger (tschechisch), die auf einer Hebebühne an einer Hausfassade in der Trommsdorfstraße gearbeitet hatten, sollen aus der oberen Etage des gegenüberliegenden Blocks beschossen worden sein. Beide wiesen leichte Verletzungen auf. In der Folge hatten zwei Männer im Alter von 22 und 30 Jahren (beide deutsch) versucht, den Wohnblock im Erich-Correns-Ring zu verlassen und wurden dabei von den Polizisten aufgehalten.

Eine richterlich angeordnete Durchsuchung der Wohnung des 22-Jährigen führte zum Fund eines Luftdruckgewehres und mehreren Schuss der dazugehörigen Munition. Zudem wurden geringe Mengen illegaler Betäubungsmittel sichergestellt. Der 30-Jährige stand mit 0,61 Promille unter Alkoholeinfluss und ein Drogenvortest reagierte bei ihm wie auch bei dem 22-Jährigen positiv.

Die beiden Männer, die bereits polizeibekannt sind, wurden zur Blutprobenentnahme in ein Krankenhaus gebracht. Gegen sie wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Nach dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie die Dienststelle wieder verlassen.

Die beiden Bauarbeiter, die durch den Beschuss verletzt wurden, erhielten vor Ort erste Hilfe. Da die Verletzungen glücklicherweise nicht so gravierend waren, war eine Versorgung im Krankenhaus nicht erforderlich.

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