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Die ältesteste Rudolstäder Mühle (Mittelmühle 1250 Erstnennung) feiert auch den Mühlentag

Die Mittelmühle am Rinnebach/Wüstebach, Blick vom Schlossaufgang 8
Die Mittelmühle am Rinnebach/Wüstebach, Blick vom Schlossaufgang 8
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Pfingstmontag, pünklich 10 Uhr begann auch wieder der Mühlentag in Rudolstadts ältester Mühle, der Mittelmühle, die 1250 zum ersten Mal als die "Mittelmühle am Rinnebach" genannt wurde.

Viele Müller und Besitzer hat die Mühle seit dieser Zeit gesehen, aber seit genau 125 Jahren wechselte sie den Besitzer nicht mehr.

Heike Dobermann, geb. Kaufmann hat ihr Elterhaus 2001 in 4. Generation vom Vater Klaus Kaufmann, den letzten aktiven Müller dieser Mühle, übernommen.
die Mühle arbeitete noch bis ins Jahr 1957 als Lohnmühle und auch als Sägemühle.

Dann beschloss die DDR-Führung das diese Mühle zu schließen hatte und für den Wohnraumbedarf umgebaut werden musste.
Das Fazit war das, das die dreigeschossige Wassermühle komplett entkernt wurde und Wohnungen eingerichtet wurden.
Und dann kam das absolut Verrückte.
Die Mittelmühle wurde am 8. Mai 1981 in den Denkmalsstatus versetzt, wo von der Mühle bis auf ein stark beschädigten Wasserrad, von ehemals Drei, einen Mahlgang, ein paar Mühlsteine und Teile der Transmission, nichts mehr da wahr.

Durch das große Engagement von Frau Dobermann wurden wieder einige wichtige Mühlenutensilien beschafft, bzw. im Mühlengelände wiederentdeckt, die Fotochronik der Familie durchforstet und ein kleines aber feines Museum eingerichtet.

Seit 2003 nimmt die Mittelmühle nun am Deutschen Mühlentag teil und erfreut sich immer wieder weit über 2000 Besucher, die vom Müllerburschen sachkundig geführt und vom Mittelmüllerteam kulinarisch verwöhnt werden.

So auch wieder 2012.
Das ehrenamtliche Team der Mittelmühle freut sich jetzt schon wieder auf den Mühlentag 2013 und auf die "Mühlenschmäuße" von Oktober bis März und freut sich auf viele Besucher.
Glück zu!

PS.
Die Fotos des Müllerburschen sind noch vor den offiziellen Mühlentagbeginn 2012, bzw. bei vorher gehenden Mühlentagen entstanden, da es zu späteren Zeitpunkten des Mühlentages einfach keine Möglichkeiten mehr gab, wegen der vielen Besucher, so dass eine Führung der anderen folgte.

Die Mittelmühle am Rinnebach/Wüstebach, Blick vom Schlossaufgang 8
Die Mittelmühle am Rinnebach/Wüstebach Erstnennung 1250, Blick vom Schlossaufgang 8
Die Mittelmühle am Rinnebach/Wüstebach, Erstnennung 1250, 1794 umgebaut.
Eingang Mühlenschenke, dem ehemaligen Pferdestall aus der Barockzeit, ältester Gebäudeteil der Mittelmühle
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Die Mühlenschmauszeit kann kommen, das Mittelmühlenteam ist wärmetechnisch bestens vorbereitet.
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Ein Blick in die gemütliche Mühlenschenke, die bis zu 25 Personen Platz bietet. Sie ist  im alten barocken Pferdestall der Mittelmühle untergebracht, wo immer ab oktober bis März der beliebte Mühlenschmaus eingenommen wird.
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Das Stübchen des Müllerburschen auf dem Boden der Mühlenschenke
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Auf der Tenne
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Lecker Fladenbäckerei war auch schon mal dabei
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Die Frauen stricken, zwirbeln, spinnen, manchmal draußen, manchmal drinnen.
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Das Mittelmühlenteam, Holger, Lothar, Müllerin Heike, Katrin, Norbert und Müllerbursche Gunter v.l.n.r.
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Die Reste des letzten Mühlrades von ehemals Drei, 1946 zum letzten mal rekonstruiert und bis zur Schließung der Mühle 1957 in Betrieb.
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Die Reste der Transmission
Letzter original Mahlgang der Mittelmühle
Wenn's sein muss, dann trägt Bauer Mecke seine voll'n Getreidesäcke, egal ob' klat ist oder schwüle,
hin zur alten Mittelmühle. »Meister Müller, he, heran!
Mahl er das, so schnell er kann!« »Her damit! so'n sack wird Lichter, schüttet man die Körner in den Trichter. Rickeracke! Richeracke!, geht die Mühle mit Geknacke. Und aus Getreide, da wird Mehl. Das ist dch wirklich Klasse, gell!
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Gleich ist es 10 Uhr, der Mühlentag kann beginnen. Blick auf St. Andreas, die Stadtkirche und das ehemalige Stadtschloss, die spätere Ludwigsburg und der heutige Sitz des Landesrechnungshofes.
10.30 Uhr, die schon zahlreichen Gäste warten auf die erste Führung des Tages, als Fotoapperat beiseite legen und zum Rundgang bitten. Glück zu!
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