Die Saalfelder Filmpremiere: Der Thriller "Invasion"

Szene vom Filmdreh an der Villa Bergfried. Die angebliche Cousine Nina, gespielt von Heike Trinker, kommt am Haus an. Fotos: Andreas Abendroth
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Filmpremiere trifft Engagement

Würdigung von Unternehmen bei Saalfelder Filmpremiere von „Invasion“

Von Andreas Abendroth

Saalfeld. Ein roter Teppich wurde nicht ausgerollt Doch kann man von einem großen Bahnhof am Saalfelder Cineplex-Kino sprechen. Dafür gibt es gleich zwei gute Gründe. Die regionale Filmpremiere des Streifens „Invasion“ und die Würdigung von 52 Unternehmen für ihr Engagement rund um die Kreisstadt.
„Das soziale sowie caritative Engagement Saalfelder und regionaler Unternehmen ist in der heutigen Zeit beispielgebend und gehört somit zu den tragenden Säulen unserer Gemeinschaft“, betonte Bürgermeister Matthias Graul.

Im Anschluss daran, war die Neugier der Gäste auf den Film „Invasion“ sehr groß. Ein Thriller, der zu großen Teilen in und um die Villa Bergfried gedreht wurde.

Der deutsch-österreichische Film des Regisseurs Dito Tsintsadze ist ein düsterer Streifen, mit einer überaus banalen Handlung. Jede Figur des Films versucht auf seine eigene Art, die Zuneigung des Villenbesitzers und Witwers Josefs (Burghart Klaußner) zu gewinnen. Dem fast Sechziger ist zunächst nicht ganz klar, was damit bezweckt werden soll. Er lässt sich aber immer mehr in das schaurige Spiel ein, mach seine Hände selber schmutzig.
Den Akteuren gehen im Verlauf des Psychodramas der Alkohol und das Scheitholz für den Kamin nicht aus. Einzige Farbtupfer sind Party-, Sex- und Badeorgien sowie das überreichen einer Orange an Sohn Marco. Zum Schluss leben nur noch drei der sechs Hauptdarsteller. Sehr interessant und gelungen ist die Kameraführung. Die Personen werden in „ausgeschnittenen“ Großaufnahme gezeigt. Die Kamera bleibt nicht stationär an einem Ort, sie folgt den Darstellern, fährt dabei sehr nah an die Objekte, auch lebende und tote Mäuse, heran.
Letztendlich wird der Film - ein familiär, emotionaler gedrehter Alptraum - Einzug in die Filmdatenbacken und Filmarchive nehmen. Was bleibt: Die Saalfelder können sich immer daran erinnern. Ihre Stadt war einmal Drehort eines internationalen Kinothrillers.

Regie: Dito Tsintsadze
Kamera: Ralf M. Mendle
Schnitt: Karina Ressler
Hauptdarsteller: Burghart Klaußner, Merab Ninidze, Heike Trinker, David Imper, Anna F.
Produktionsjahr: 2012
Länge: 102 Minuten
Weitere Vorstellungen sind am 8. Mai, 17.30 Uhr, 20.00 Uhr im Rahmen der Filmauslese im Cineplex Saalfeld.

Autor:

Andreas Abendroth aus Saalfeld

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