Friedrich Fröbel steht für den Kindergarten

Einfach und zweckmäßig. Im Jahr 1839 begann Friedrich Fröbel seine berühmten „Spielgaben“ mit den Kindern von Blankenburg zu erproben. Foto: Abendroth
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Authentizität als Aushängeschild

Von der Geburtsstunde des Kindergartens bis heute steht der Friedrich Fröbel für einen lehrreichen Umgang mit Kindern

Es gibt ein Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…“ Der Hintergrund dieser Aussage: alles was Menschen in ganz jungen Jahren erleben, erlernen, wird sie prägen, ihr weiteres Leben begleiten.
Heute umschreibt man diese Situation mit dem Begriff Frühförderung. Ganz eng damit verbunden ist der „Kindergarten“. Ein Wort, hinter welchem sich eine Philosophie verbirgt. Rund um den Globus ist die Bezeichnung Kindergarten zu einem Synonym für Geborgenheit, Obhut und spielerischer Bildung geworden. Nur einige Zeitgeister verschandeln es zu „Kita“ oder ähnlichem.
Alles begann im Jahre 1839. Friedrich Wilhelm August Fröbel begann im damaligen Blankenburg mit einfachen Spielgaben Kinder zum mitmachen zu begeistern. Einfache Grundformen in der Form von Kugeln oder Würfeln, in den bekannten Grundfarben, sollten die Kreativität und Beobachtungsgabe der Kinder anregen.
Ein Jahr später, auf einem Spaziergang durch die Umgebung, fiel ihm der passende Name „Kindergarten“ ein.
Damit war auch das erste Bildungsangebot außerhalb der Familie geboren wurden.
Ein Angebot, ein bildungspolitisches Konzept, welches bis heute eine ungebrochene Aktualität besitzt. Und auf alle Zeiten mit dem Namen Fröbel verbunden ist.

„Danke an das
Engagement der
Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer“

Margitta Rockstein,
Leiterin Fr.-Fröbel-Museum, anlässlich des 30-jährigen Museumsjubiläums

Ein Bewahrer der Erkenntnisse ist das Friedrich-Fröbel-Museum in Bad Blankenburg. Zum 200. Geburtstag des deutschen Pädagogen Fröbel wurde es 1982 im Haus über dem Keller eröffnet. Ein Ort der Authentizität, denn hier befand sich der erste Kindergarten.
In den letzten dreißig Jahren wurde das Museum zu einer lebendigen Stätte der Bildung ausgebaut.
Neben dem Museums- und Ausstellungsbereich, findet man hier noch eine Archiv- und Forschungsstelle sowie eine Bildungs- und Begegnungsstätte mit weltweiten Aktivitäten.

Diese Arbeit wird in der Sonderausstellung „Kulturzeit - 30 Jahre Friedrich-Fröbel-Museum am authentischen Ort“, bis zum 26. August, präsentiert.

Einfach und zweckmäßig. Im Jahr 1839 begann Friedrich Fröbel seine berühmten „Spielgaben“ mit den Kindern von Blankenburg zu erproben. Foto: Abendroth
Während der Eröffnung der Exposition "KULTURZEIT - 1982 bis 2012 - 30 Jahre Friedrich-Fröbel-Museum am authentischen Ort"
Autor:

Andreas Abendroth aus Saalfeld

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