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Neujahrsempfang auf der Wartburg 2017

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Thüringen - das Land der Burgen, Schlösser und natürlich des Thüringer Adels, zu dem auch die Schwarzburger gehörten, den man bis ins Thüringer Königreich zurück verfolgen kann,
ist auch heute durchaus und erfreulicherweise noch präsent.
Das erneute Glück, mein lieber Freund Prinz Albert von Sachsen war 2012 leider schon verstorben, bekam ich beim Apfelbaumsetzen als ein Zeichen für den Frieden zusammen mit der Flamme D. Friedens in Reschwitz bei Saalfeld, als ich die Grafen Heinz Graf von Neuendorf und Olaf Graf von Neuendorf kennenlernen konnte. Beiden bin ich für das wirklich angenehme Gespräch sehr dankbar. Diesem Gespräch folgten angenehmer Weise noch Weitere in denen mein Wunsch auf Engagement geweckt wurde.
Zu meiner großen Freude wurde ich als Mitglied der Fürstenstraße der Wettiner aufgenommen, was für mich eine große Ehre darstellt. Hier nun werde ich zukünftig meine Ideen und meine Kraft einsetzen.
Mit großer Dankbarkeit nahm ich auch eine Einladung zum Neujahrsempfang auf der Wartburg entgegen. Ausgerichtet wurde diese Veranstaltung vom Magdeburger Jägerbataillon und der Fürstenstraße der Wettiner, deren Schirmherr unter anderem SKH Michael Benedict Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach - Michael Graf Von Wettin - ist.
Zu diesem Neujahrsempfang möchte ich nun im Folgenden berichten!

Neujahrsempfang 2017 auf der Wartburg, Sonntag der 15.01., 14.00 Uhr

Zum diesjährigen Neujahrsempfang war auch ich erstmals eingeladen, wofür ich natürlich sehr dankbar bin. Entsprechend gespannt war ich dann auf Ablauf und Geschehen, wen ich alles treffen und kennenlernen werde.
Angenehm organisiert war schon der Transfer vom Parkplatz zur Wartburg hinauf. Dort angekommen begab man sich, der Jacke an der Garderobe entledigend, direkt in den Wappensaal.
Das Bild, das sich hier einem bot, ließ mich erstmal inne halten.
Ein großer, hoher Saal mit einer Empore über dem Eingang, auf dem schon eine Bläserkapelle Platz genommen hatte, die Wände mit Bildmalereien reichlich verziert, große runde Kronleuchter, die den Saal auf besondere Weise ausleuchteten, oberhalb der Leuchter an der Decke die vielen Wappen, die dem Raum seinen Namen gaben, festlich geschmückte Tische und Tafeln mit Blumen Arrangements, Menschen in Tracht und Uniform und in der Fülle der Eindrücke die sich einem boten, kam das ganze Geschehen an zwei Stellen in sich zum Ruhen:
An der Mitte der rechten Saalseite saßen Ihre Königlichen Hoheiten Michael Benedikt Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzog zu Sachsen, Graf von Wettin nebst Gemahlin
und dem Eingang gegenüber standen Olaf Graf von Neuendorf und Heinz Graf von Neuendorf mit Familie.
Ich hätte noch sehr lange hier stehen, das Gesehene auf mich wirken lassen und genießen können, nur fing die Veranstaltung gleich an und man mußte seinen Platz aufsuchen. Dieser war unerwartet zwar schon besetzt, nebenan jedoch war noch ein prachtvoll geschmücktes und festlich eingedecktes Rund frei. Hier nun konnte man Platz nehmen und das Geschehen auf sich wirken lassen und genießen!
Während ich erneut versuchte, den Saal zu überblicken, kam unverhofft die Gemahlin von Olaf Graf zu Neuendorf zu mir und bat mich, an Stelle des ausgefallenen Hans von Bülow dessen Neujahrsrede zu halten.
Wie soll ich jetzt meine Gedanken und Emotionen beschreiben? Im Saal saßen ca. 100 Leute oder mehr, die mich gar nicht kannten, ich sie auch nicht, für mich alles neu war, ich ohnehin aufgeregt und vom Geschehen und Gesehenen überwältigt war, sollte jetzt vor Allen, insbesondere Ihren Königlichen Hoheiten und den Grafen von Neuendorf wie auch den Offizieren eine, wenn auch kurze Rede in Vertretung halten...
Ein paar Minuten hatte ich noch Zeit und so las ich mich in den Text ein.
Die Veranstaltung wurde durch Olaf Graf von Neuendorf professionell eingeleitet, überwacht und moderiert.
Der erste Redner, der nun alle Anwesenden begrüßte und Willkommen hieß, war Seine Königliche Hoheit. Alsdann folgten Weitere, wie z. B. Herr Hiestand, Ritter des Radetzky - Ordens aus Österreich, weiter ein Offizier des K.u.K.S. Infantriedivisionskommando der Kaiserjägerdivision. Zwischen den Rednern spielte dann immer wieder die schon erwähnte Kapelle auf ihrer Empore auf.
Nun hofft man ja immer, das man möglichst schnell aufgerufen wird, wenn dann aber doch der eigene Name fällt, hätte es doch noch ein bisschen dauern können.
Ich ging also zum Rednerpult und was soll ich den geneigten Lesern sagen? Dieser blöde “Trick“ mit den Unterhosen funktioniert überhaupt nicht!
So nahm ich also mein Papier und trug die Neujahrsgrüße von Hans von Bülow, den ich jetzt dringend gern kennen lernen möchte, dem Publikum vor. Es schien doch recht gut angekommen zu sein, zumindest klatschten alle und ich konnte erleichtert wieder mein Platz aufsuchen.
Nun hatte ich Zeit, den weiteren Rednern zu lauschen. Es waren durchweg sehr gute, proffesionelle und von Herzen kommende Reden, die auch mich bewegten und mir aus dem Herzen sprachen. So hätte ich jede davon auch selbst unterschreiben können.
Nachdem alle Redner ihre Neujahrsgrüße vorgetragen hatten, begann ein weiterer Abschnitt der Veranstaltung, es wurden Ehrungen und Auszeichnungen vorgenommen. Einer nach dem Anderen wurde nach vorn gerufen, von Prinz Michael und Olaf Graf von Neuendorf geehrt bzw. ausgezeichnet.
Dann viel auf einmal, nach den Herren Offizieren, mein Name.
Ich schaute von meinem Platz aus nach vorn und von vorn schauten alle erwartungsvoll wieder zurück! Aber auch alle anderen Anwesenden schauten von ihren Plätzen aus zu mir herüber!
Wohl wissend, das der angebliche “Trick“ sich nicht rühmlich hervor tat, ging ich, mein Jacket wieder zuknöpfend, nach vorn. Hier wurde ich von seiner Königlichen Hoheit und Olaf Graf von Neuendorf in Empfang genommen, bekam eine Ernennungsurkunde nebst zugehörigen Orden und wurde in das K.u.K. Husarenregiment v. Nauendorf Nr. 8 i.T. aufgenommen.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes erhebender und ehrender Moment, unter dessen Eindruck ich heute noch stehe. Wieder auf meinem Platz zurück, zeigte ich meinem guten Freunde, der mich begleitete und auf dessen Stütze ich, wie in diesem Moment, immer rechnen kann und dem ich auch viel verdanke, stolz das gerade Erhaltene. Auch er nickte mir, nach in Augenscheinnahme, wohlwollend zu, was mir den Druck, unter dem ich noch stand, nahm und ich so wieder den weiteren Verlauf der Feierlichkeiten genießen konnte.
Auch die Botschafterin der Flamme D. Friedens, Frau Vivien Rose, aus dem Kaiserlich Königlichen Hause Habsburg-Lothringen war anwesend und verkündete, das nun eine weitere Vertretung der Flamme des Friedens in Deutschland, die erste für Thüringen, in Saalfeld eröffnet wird und übergab dem hierdurch ernannten Herrn Beyer die entsprechenden Dokumente.
Nun kam noch der letzte Redner, aus Camburg, wieder mit einer Rede mitten aus dem Herzen.
Olaf Graf von Neuendorf eröffnete hiernach mit einem Glas Sekt und mit allen anstoßend, die Caférunde.
So wurden nun auf allen Tischen Platten mit Gebäck sowie Café aufgetragen, in der Mitte des Saales auf festlich geschmückten Tischen weitere Platten mit unterschiedlichen und köstlichen Kuchen eines exquisiten Konditors serviert und, da sich alles großer Beliebtheit erfreute, für ständigen Nachschub gesorgt!
Während dessen und danach bahnte sich das ein oder auch andere Gespräch an.
Da nun das Vorangegangene meine Scheu ein bisschen nahm, ging ich auf Seine Königliche Hoheit, Prinz Michael zu. Dieser, meiner gesichtig, streckte mir noch einmal freudig und fast schon väterlich wohlwollend, seine Hand entgegen. Das empfand ich als sehr angenehm und dachte bei mir:
Wie schön, fast wie mein mir liebgewonnener aber leider viel zu früh verstorbener Freund Seine Königliche Hoheit Dr. Albert Prinz von Sachsen, ein volksnaher Prinz “zum Anfassen“!
Dem Gespräch mir Prinz Michael mögen hoffentlich genauso viele Gespräche folgen wie ich mit Prinz Albert hatte.
Ich dankte und ging wieder zu meinem Platz zurück. Die Zeit war schon weit vorgerückt, ich trank noch mein Café aus, verabschiedete mich bei den noch Anwesenden und ging mit meinem guten Freunde wieder hinaus. Hier wartete schon wieder der Shuttle, der uns zum Auto brachte und so fuhren wir durch unsere tief verschneite Heimat, unser Thüringen wieder heim.
Noch immer stehe ich unter den überwältigenden Eindrücken dieses Tages, muß noch viele Gedanken sortieren und würde doch gleich noch einmal hinfahren um alle wiederzusehen!
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal in Verbundenheit bei den Grafen von Neuendorf für alles Bedanken!
Auch freue ich mich natürlich sehr auf ein Wiedersehen mit Seiner Königlichen Hoheit Prinz Michael.

Nachsatz:
Alle hier nicht namentlich Genannten mögen mir verzeihen, alle Namen konnte ich mir leider nicht merken, trotzdem sollen sie sich bedacht und erwähnt fühlen.

Peter von Eckstein
Ritter im Ritterorden Heinrich III. der Erlauchte

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