Ice Bucket Challenge: Eiseskälte statt Eiswasser

Mike Mohring (re.) im Gespräch mit Dr. Margitta Gassel (Rheumatologin) und Dr. Bernd Schaible (Orthopäde) über die Wirksamkeit einer Kältetherapie.
  • Mike Mohring (re.) im Gespräch mit Dr. Margitta Gassel (Rheumatologin) und Dr. Bernd Schaible (Orthopäde) über die Wirksamkeit einer Kältetherapie.
  • Foto: Foto: H. Senebald
  • hochgeladen von Evelyn Zuro

Man kennt die Bilder aus den Medien: Menschen übergießen sich mit Eiswasser für einen guten Zweck, um auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen. Während andere Teilnehmer der sogenannten Ice Bucket Challenge „nur den Kopf hinhalten“, will Mike Mohring, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion (MdL), seinen ganzen Körper der Eiseskälte aussetzen, und zwar unglaublichen -110 Grad Celsius.

Warum tun Menschen sich das an, und wo ist die gedanklich Brücke vom „Eimer mit Eiswasser“ zu einer Ganzkörperkältekammer?
Die Ice Bucket Challenge ist eine Kampagne zur Unterstützung der Erforschung der Krankheit ALS, einer unheilbaren Nervenerkrankung. Auch Rheuma ist eine unheilbare Krankheit, die seit Jahrzehnten in der Capio Klinik an der Weißenburg behandelt wird.
Was aber haben diese beiden Krankheiten gemeinsam?
Durch Kältetherapie ist eine Linderung möglich: Bei der Nervenkrankheit ALS tritt eine aufsteigende Nervenlähmung auf, d.h. körperseits von unten nach oben fällt die Nervenversorgung aus und die Menschen können sich nicht mehr bewegen. Durch die Ganzkörperkältetherapie bei -110 Grad Celsius wird die Durchblutung im Körper verbessert, Schmerzmediatoren werden abtransportiert und die Beweglichkeit der Extremitäten wird verbessert.
Rheumapatienten machen mit der Ganzkörperkältetherapie seit vielen Jahren gute Erfahrungen.
In Kenntnis darüber, wie eine Kältetherapie wirkt und dass es in der Region ein Rheumakrankenhaus mit einer Kältekammer gibt, entschied sich Mohring für die Kältekammer und setzt damit ein Zeichen
für eine außergewöhnliche Behandlungsmethode in Thüringen.

Autor:

Evelyn Zuro aus Pößneck

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