Rettungskette bedeutet Zusammenarbeit

Mit der medizinischen Übungspuppe „Mini Anne Plus“ - mit hellem und dunklem Hautton - kann ein Wiederbelebungstraining (Cardiopulmonary resuscitation – CPR) auch durch Kinder erlernt werden. In Kaulsdorf kamen die Puppen erstmals zum Einsatz.
  • Mit der medizinischen Übungspuppe „Mini Anne Plus“ - mit hellem und dunklem Hautton - kann ein Wiederbelebungstraining (Cardiopulmonary resuscitation – CPR) auch durch Kinder erlernt werden. In Kaulsdorf kamen die Puppen erstmals zum Einsatz.
  • Foto: Maik Fleischhauer
  • hochgeladen von Andreas Abendroth

DRK-Projekt: Kinder helfen Kindern

Von Andreas Abendroth

Die Kinder kennen zumeist nur den Rettungswagen, wenn er mit Blaulicht und tatütata durch die Straßen fährt. Doch es gibt noch ganz andere Rettungsmittel und Rettungsmethoden, die auch die Jüngsten der Gesellschaft kennen sollten. Deshalb sind das DRK Saalfeld und Mitarbeiterinnen der Notaufnahme der Thüringen-Kliniken Saalfeld in Schulen und Kindergärten im Kreisgebiet unterwegs, präsentieren das Projekt „Kinder helfen Kindern.
„Ziel dieses Projektes ist es, die Prävention und Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit, einschließlich der Kinder, für die Hilfe von Menschen für Menschen verständlich zu machen und zu erhöhen“, erläutert Projektleiter und Rettungsassistent Sascha Heidrich.

Aber bei diesem Projekt geht es um weitaus mehr. Für die Kinder und Jugendlichen werden Freiräume geschaffen. Ein „Wir-Gefühl“ soll entwickelt werden und somit auch ein kleiner Beitrag zur weiteren Entwicklung der Kinder erreicht werden. „Zudem lernen Kinder mit Migrationshintergrund durch die Beschäftigung mit den Arbeitsmaterialien die Erste-Hilfe kennen“, so Sascha Heidrich.

Zu diesem Zwecke und zum Barriereabbau in den Köpfen wurden Übungsdummys mit hellem und dunklem Hautton angeschafft. Die Schüler können an ihnen das sogenannte CPR Training, die Herz-Lungen-Reanimation, üben. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Training die Bereitschaft von Schulkindern im Falle eines Herzstillstandes zu handeln stärkt. Dabei reichen bereits 20 Minuten aus, um CPR zu erlernen und sich einzuprägen.
Dabei sollen die Kinder keineswegs überfordert werden. Sie sollen dem Alter gemäß reagieren und nicht nach der Devise: „Da wird schon ein anderer helfen.“ einfach wegschauen.

Die Skepsis der Schüler vor dem Neuen bei diesem Projekt, dem unbekannten Szenarien, ist schnell verschwunden. Ein Grund, die Notrufnummer 112 kennen sie alle. In einem Rollenspiel wählen sie die Telefonnummer, lernen, genaue Angaben zum Unfall zu machen. An anderen Stationen üben sie die stabile Seitenlage oder das Anlegen eines Verbandes.

Den Kindern wird spielerisch vermittelt, was sie in bestimmten Situationen tun können. So kann die Zeit vom Absetzten des Notrufes bis zum Eintreffen professioneller Hilfe überbrückt werden. Ihnen wird gezeigt, dass es bei einer „Rettungskette“ zu einer Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Personal der Hilfsorganisationen und den Ersthelfern vor Ort kommt. Sie ein wichtiger Bestandteil dieser Kette sind. Ihr erlerntes Wissen sollen sie nun weitergeben, damit, wie die Projektverantwortlichen und Instruktoren meinen: „Hilfe von Menschen für Menschen in unserer Gesellschaft selbstverständlich wird.“

Autor:

Andreas Abendroth aus Saalfeld

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