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Bürger in Altsaalfeld gegen Verkehrslärm und Luftverschmutzung
Ablehnung des Bebauungsplanes 1. Änderung, Bahnhofareal

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Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtplanungsamtes, sehr geehrter Herr Bürgermeister,

als Bürgerinitiative Bürger in Altsaalfeld gegen Verkehrslärm und Luftverschmutzung lehnen wir den
Flächennutzungsplan 1. Änderung Sondergebiet Handel und Bahnhofsbereich Sondergebiet
Einzelhandel/Dienstleistung und Gewerbe ab.
Wie schon die Bürgerbefragung zum FMZ ergab, wollen die Saalfelder in der Mehrheit diese
Bebauung nicht!
Wir weisen darauf hin, dass das kleine Fachmarktzentrum in der Pestalozzistraße wegen zu großer
Verluste geschlossen werden musste. Aldi hat sich ebenso aus Altsaalfeld verabschiedet, um an
anderer Stelle profitabler zu sein. Der Getränkehandel, auch in der Pößnecker Straße gelegen,
schloss als Folge der ALDI-Schließung.
Es besteht kein weiterer Bedarf an Verkaufstempeln in Altsaalfeld, auch aufgrund der
Bevölkerungsabnahme und der wachsenden Popularität des Internethandels, an Hundefutter und
Billigartikeln schon garnicht.
Oberste Priorität muss der Schutz des Menschen haben. Wir erstreben im Bahnhofsareal eine
Parkanlage mit Freizeitcharakter, schon wegen der schlechtesten Lärm- und Staubwerte im gesamten
Saalfelder Gebiet.
(Schutz des Menschen, von Tieren und Pflanzen sowie ihrer Biotope, des Bodens, des Wassers, der
Atmosphäre, des Klimas/ der Luft vor schädlichen Umwelteinwirkungen, Vorbeugung des Entstehens
schädlicher Umwelteinwirkungen.
§ 1 (1) BImSchG § 1 (2) und (3) BNatSchG)
Schutz der Allgemeinheit vor Lärm, Erschütterungen, Verunreinigungen, Strahlungen sowie Minderung
der Immissionsbelastungen; Schaffung und Sicherung dauerhaft guter Luftqualität
§§ 1, 41, 45 und 50 BImSchG
Unser Vorschlag: Wenn Sie unbedingt bauen müssen und die Folgen des anschließenden Leerstandes
hinnehmen, dann nutzen Sie die ungenutzten Flächen am Güterbahnhof, aber verschlechtern Sie nicht
weiter das Lebensumfeld und die Lebensqualität der Anwohner.
Nicht zuletzt verweisen wir zum wiederholten Male auf die Engstelle Pestalozzistraße. Die
Straßenbreite lässt den derzeitigen Verkehrsdurchfluss nicht zu, die Straße zeigt schon die ersten
Zerfallserscheinungen. Die Verkehrsbelastung ist eine akute Belastung der Anwohner durch Lärm und
Feinstaub, welche nicht mehr zu rechtfertigen ist. Bitte unterbrechen Sie den massiven
Durchgangsverkehr durch dieses Nadelöhr und setzen Sie endlich den Hauptverkehrsfluss über die
Pößnecker Straße durch.
Die diesjährige Änderung des Verkehrszeichens in der Pestalozzistraße "nur Busse des
Linienverkehrs" in das Verkehrszeichen "Durchfahrt für alle Busse" empfinden wir als Verhöhnung
unserer Bürgerinitiative. Durfte hier vorher nur der Linienverkehr fahren, ist es nun allen Bussen
erlaubt, die Straße zu benutzen. Es wäre ja auch zuviel verlangt, Leerfahrten, Flixbusse und
Überlandbusse über die Pößnecker Straße zur Nordtangente zu leiten.
Beim Bürgerstammtisch im Februar dieses Jahres machte man uns Hoffnung auf eine
30 Km/h-Zone um somit die Motor- und Reifengeräusche zu mindern. Leider blieb es bisher nur bei
dieser Hoffnung. Uns wurde zugesichert, das Bushaltehäuschen auf der anderen Seite, dort wo es
benötigt wird, aufzustellen, leider ein leeres Versprechen. Warum also etabliert man einen
Bürgerstammtisch, wenn die Anliegen der Bürger im Nichts verhallen.
Aus dem Flächennutzungsplan der Stadt Saalfeld möchten wir folgendes zitieren:
Flächennutzungsplan/Begründung/Sonderbauflächen/Bahnhofsareal:
„Durch die geplante West- bzw. Süd-Osttangente wird der reine Durchgangsverkehr aus dem Gebiet
herausgenommen, sodass die verkehrlichen Belastungen (Herausnahme des Durchgangverkehrs MIV)
in diesem wichtigen Bereich stark abnehmen werden...
Dieser Standort soll überregionale Magnetwirkung entfalten und Synergieeffekte für den Besuch auch
anderer Ziele im Städtedreieck schaffen.“
Diese beiden Sätze aus dem Flächennutzungsplan widersprechen sich, da auf der einen Seite die
Herausnahme des Durchgangsverkehrs betont wird, jedoch im zweiten Satz von einer überregionalen
Magnetwirkung und Synergieeffekten für den Besuch auch anderer Ziele im Städtedreieck die Rede
ist.
Für uns Altsaalfelder bedeutet dies eine weitere Erhöhung des Straßenverkehrs und somit mehr Lärm
und Feinstaub, zumal sich die Verkehrsdichte seit der Fertigstellung des Kreisverkehrs schon
wesentlich erhöht hat. Von Herausnahme des Durchgangsverkehr kann also keine Rede sein.
Also, wir wiederholen uns, bitte lösen Sie zuerst die Verkehrssituation der Querung
Pestalozzistraße/Kulmstraße, bevor sie bauliche Pläne in Angriff nehmen.
Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerinitiative Bürger in Altsaalfeld gegen Verkehrslärm und Luftverschmutzung,
i.V. Thomas Büchler
Saalfeld, 21. 12. 2017

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