Saaletalsperren: Wasser grenzenlos genießen

Die Wasserlandschaft der Saalestauseen kann vielfältig genutzt werden. In der Konzeption wird auch an einen Linienverkehr per Schiff gedacht. Foto: Andreas Abendroth
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Regionales Entwicklungskonzept für das Thüringer Meer

Absenkung des Wasserstandes könnte alle Tourismusprojekte und viele Arbeitsplätze vernichten

Von Andreas Abendroth

Wenn zwei Landräte, in persona Marko Wolfram für den Landkreis Saalfeld Rudolstadt und Thomas Fügmann für den Saale-Orla-Kreis, zu einem gemeinsamen Termin bitten, muss es großes gehen.
Sprichwörtlich große Wellen schlägt dann auch die Thematik, das Thüringer Meer. Man möchte die Wasserlandschaft zwischen Sperrmauer Hohenwarte und Harra zu einer Qualitäts-Erholungsregion formen und ausbauen.

Dazu Landrat Fügmann: „Wir müssen gemeinsam den Blick über die Kreisgrenzen hinweg wagen. Den Touristen interessieren Verwaltungsgrenzen auch nicht.“ Deshalb hat man die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Thüringer Meer gegründet. Ihr gehören 20 Städte und Gemeinden beider Kreise an. Gemeinsam hat man ein Entwicklungsprojekt erarbeitet, welches jetzt durch ein Weißenfelser Büro konkretisiert und umgesetzt wird.

Und was Frank Drehmann berichtet, kann sich hören und später einmal auch sehen lassen. „Wir müssen eine zielführende Besucherlenkung bereits in den angrenzenden Gebieten installieren. Sie beispielsweise am Rennsteig abholen und in die Wasserregion leiten.“
Dabei muss es eine Verknüpfung der Freizeitbereiche Wasser, Wandern und Radfahren geben. In vier thematischen Gebieten- Wasser entdecken, Wasser verstehen und nutzen, Wasser genießen und Wasser erleben - können dann die Gäste das Thüringische Meer erkunden. Als infrastrukturelles Zentrum sind die vier Ankunftsorte Hohenwarte, Ziegenrück, Saalburg und Saaldorf angedacht. Darüber hinaus sollen Saalthal Alter, Altenroth, Sperrmauer Bleiloch und Harra als zentrale Torismusankerorte gestärkt werden.

Betont wurde aber auch, dass man das touristische Potential nur ausbauen und nutzen kann, wenn alle Akteure, ob privat oder kommunal, gemeinsam an einem Strang ziehen.

Doch zu guter Letzt hat die ganze Sache doch noch einen ganz großen Hacken. Sollte auch weiterhin an eine, aus Sicht von Fachleuten unsinnige Absenkung des Wasserstandes festgehalten werden, wird die Region der Saalestauseen nicht nur touristisch „baden“ gehen. „Alle Akteure benötigen dringend Planungssicherheit. Deshalb ist eine dringende Entscheidung der Landesregierung gefragt“, betonte Landrat Marko Wolfram.

Autor:

Andreas Abendroth aus Saalfeld

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