Thüringer Textil- und Kunststoff-Forscher mit 2018 zufrieden

Auch im TITV in Greiz ist man zufrieden mit dem Jahr 2018.
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Intelligente Textilien sollen der Branche in Thüringen neuen Schwung verleihen. Mit dem abgelaufenen Jahr zeigen sich Forschungsinstitute durchaus zufrieden.

Die Geschäftsführung des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt (TITK) hat sich zufrieden mit dem Jahr 2018 gezeigt. «Gemeinsam mit unseren Partnern aus Industrie und Mittelstand haben wir eine Vielzahl von Projekten initiiert, bearbeitet oder abgeschlossen», resümierte Benjamin Redlingshöfer, geschäftsführender Direktor des Instituts, auf dpa-Anfrage. Als Beispiel nannte er einen Technologie-Transfer für eine 40 Millionen Euro schwere Investition in Finnland. Zudem koordiniert das TITK ein Projekt zu Bio-Nahtmaterial für Chirurgen.

Dabei wird ein Ausgangsstoff verwendet, der von Mikroorganismen produziert wird und nicht auf petrochemischen Rohstoffen basiert. Das Produkt sei daher gut verträglich für den menschlichen Körper ohne giftige Nebenprodukte, erläuterte TITK-Projektkoordinator Rüdiger Strub. Für die Entwicklung hätten sich vier Unternehmen aus Bayern und Sachsen mit dem Rudolstädter Institut zusammengetan.

"Wie vielfältig die Einsatzgebiete technischer Textilien inzwischen sind, wird leicht übersehen", sagte Ralf-Uwe Bauer, ebenfalls geschäftsführender Direktor des TITK. So würden Tunnel- oder Dachkonstruktionen heute mit Polypropylenfasern verstärkt oder Winterschäden in Straßen durch Kohlenstofffasern im Bitumen erheblich verringert. Im Bereich der Verbundwerkstoffe biete das TITK zum Beispiel Recycling-Carbonfasern an, die vor allem im Automobilbau verwendet werden können.

Das Institut bearbeitet nach eigenen Angaben rund 60 Forschungs- und Entwicklungsprojekte parallel. Inzwischen arbeiten über 200 Beschäftigte innerhalb der TITK-Gruppe. Eine positive Entwicklung, die vom Land Thüringen unterstützt wird: So gab es dieses Jahr Fördermittel für zwei neue Vorhaben in der Kunststoff-Forschung. Unter anderem entsteht eine neue Polymerisationsanlage.

Auch im zweiten großen Thüringer Forschungsunternehmen im Textilbereich, dem Institut für Spezialtextilien und flexible Materialien (TITV) in Greiz, hatte sich Geschäftsführer Uwe Möhring schon beim Innovationstag im September zufrieden gezeigt. "Wir freuen uns, dass unsere TITV-Innovationen auch dieses Jahr so gut bei den Unternehmen angekommen sind", sagte er. Im Mittelpunkt der Arbeiten des Instituts stand auch in diesem Jahr nach seinen Angaben das Thema Smart Textiles, der intelligenten Textilien.

Als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung ist das TITV eigenen Angaben zufolge Partner unter anderem für Aufgaben der Forschung, Entwicklung, Beratung und Weiterbildung innerhalb der textilen Wertschöpfungskette. Mit über 50 Mitarbeitern wird in Greiz an High-Tech-Lösungen gearbeitet, bei denen die klassische Textiltechnologie die Basis für neue Werkstoffe ist.  (dpa/th)

Autor:

meinanzeiger .de aus Erfurt

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