Einfach mal auf Pause drücken

Im Alltag denken wir viel. Wir denken an den nächsten Arzttermin vom Kind, an den nächsten Workshoptermin und an den Besuch bei Verwandten. Wir sind mit unseren Gedanken schon beim Morgen, während das Heute gerade stattfindet. An manchen Tagen fühlt sich unsere Kopf voll und schwer an. Ein Gedanke jagt da schon den Nächsten. Abends im Bett steht das Gedankenkarussell dann endlich still - hoffentlich. Denn wenn nicht, dann finden wir keinen erholsamen Schlaf und stehen am nächsten Morgen völlig zerknirscht auf. Die Gedanken von gestern sind dann noch da + die Gedanken der letzten Nacht. Das ist dann der Ausgangspunkt für einen neuen Tag mit neuen Gedanken. Na, herzlichen Glückwunsch!

Wie willst du oder ich in einen positiven Tag mit neuen Chancen starten, wenn die Gedanken von gestern noch an dir oder mir kleben?
Wie willst du oder ich dein Selbstwert strahlen lassen, wenn die Niederlage von gestern noch ganz präsent ist?

Wie willst du oder ich neue Ideen auf den Weg bringen, wenn deine oder meine Gedanken an der Organisation des Alltags hängen?

Ungefähr 60.000 Gedanken besuchen uns jeden Tag. Und diese beeinflussen uns. In unserer Kommunikation mit uns selbst und in der Kommunikation mit andere.

Wie wirken unsere Gedanken auf unsere Kommunikation?

Wir haben positive Gedanken und negative. Und beide wirken auf uns. So wohl auf unser Selbstwertgefühl (Kommunikation nach innen) wie auch auf unser Handeln (Kommunikation nach aussen)

Je leichter und positiver unsere Gedanken sind, desto einfacher gelingt uns der Alltag. Wir kommen leichter mit Anderen ins Gespräch. Wir finden für jedes Problem eine Lösung. Wir erfreuen uns an den Kleinigkeiten des Lebens. Wir sehen neue Chancen und bringen neue Ideen auf den Weg. Wir haben Platz und Lust auf neue Gedanken. Wir können unser Handeln reflektieren. Wir können gedachte Gedanken in Ruhe loslassen.

Anders ist es wenn unsere Gedanken wie eine schwere traurige Wolke über uns hängen.

Wenn wir unsere Gedanken als weniger leicht empfinden.

So schwer wie sich unsere Gedanken anfühlen, so schwer findet dann auch unsere Kommunikation statt.

Wir wundern uns, warum uns unser Partner nicht versteht.
Warum aus Kleinigkeiten Missverständnisse entstehen.
Wie der Streit sich zum Konflikt hochschaukeln konnte.
Warum wir keine neuen inspirierenden Ideen entwickeln können.

Wir hängen an manchen Lösungen - gefühlt- ewig fest.
Unser Gedankenkarussell kommt in Schwung und anscheinend nicht mehr zum Stehen.

Und je mehr wir uns anstrengen, unsere Gedanken loszulassen, umso mehr engen sie uns ein

Meine Ideen für eine Gedankenpause

1. Schreibe deine Gedanken auf

Gebe deine Gedanken frei.
Damit meine ich - halte sie anders fest, als in deinem Kopf.

2. Male oder Sketchnotes

Wenn du es mit dem schreiben nicht so hast - dann zeichne, male oder Sketchnote deine Gedanken.

3. Bewegung

Wandern, Spazierengehen, Laufen, Joggen - egal was, Hauptsache Bewegung. Warum? Wir hängen in unseren Gedanken fest, kommen keinen Schritt vorwärts. Bringen wir uns in Bewegung, kommt auch unser Geist in Bewegung.

4. Tue etwas total verrücktes

Schrei einmal laut alles raus, bis du keine Luft zum Atmen hast.
Hüpfe auf einem Bein durch den Raum.
Schreibe 20 Möglichkeiten auf: Wie du einen Elefanten fangen kannst.

Warum? Überrasche deinen Geist mit etwas außergewöhnlichem.

5. Meditation

Ruhe in dir. Für eine festgelegte Zeitspanne (5 - 20 min) lässt du deine Gedanken vorbeiziehen.

Autor:

Jana Ludolf aus Saalfeld

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