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Nur eine Frage: Stimmt es, dass die Zahl π kein Ende hat?

Wo: Technische Universität, Ilmenau auf Karte anzeigen
(Foto: Grafik: Dr. Werner Neundorf)
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Es antwortet Dr. Werner Neundorf, Privatdozent und Mathematiker an der Technischen Universität Ilmenau

Die Zahl π (Pi) ist die berühmteste Zahl in der Mathematik:π = 3,141 592 653... Sie wird benötigt bei der Berechnung von Kreisumfang, Kreisfläche, Volumen oder Oberfläche von Kugeln, Zylindern oder Kegeln. Bei dieser Zahl geht es immer rund – ein Ende ist nicht in Sicht. Die nachweislich ersten Versuche zur Berechnung reichen bis zu den Babyloniern ins Zweite Jahrtausend vor Chriszus zurück. Archimedes gelang 250 vor Christus die erste geometrische Herleitung. Die ersten Formeln für eine genauere Berechnung kamen Ende des Mittelalters auf. 1596 schaffte es der Mathematiker Ludolph van Ceulen π auf 35 Dezimalstellen genau zu berechnen. Deshalb wird π heute auch als Ludolphsche Zahl bezeichnet. Auf 100 Stellen erhöhte es John Machin im Jahr 1707. Viele stets verbesserte Näherungen folgten. Im Jahr 1949 waren schon 1000 Stellen nach dem Komma bekannt. Die Entwicklung des Computers ermöglichte es, 1972 die Millionen-Grenze zu knacken. Im Jahr 1989 fiel dann die Milliarden-Grenze. Da die Zahl unendlich lang ist, wird die Rekordjagd wohl immer weiter gehen. Aktuell liegt man bei 13,3, Billionen Stellen! Es dürfte also schwierig werden, diese Zahl jemals auszuschreiben. Mittlerweile gibt eine richtige Fan-Gemeinde zu Pflege des Erbes der Zahl. Am 14. März fand der Pi-Day statt. Übrigens, für die Praxis reichen meistens neun Stellen nach dem Komma aus.

Weitere Informationen zum Pi-Day

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