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Die alten Vorstellungen haben ausgedient

Kevin Schwarze ist in seiner Berufswahl noch etwas unschlüssig. Sarah Weinreich aus der zehnten Klasse möchte Kauffrau im Einzelhandel werden. Beide begrüßen die IHK-Aktion an ihrer Regelschule.
Kevin Schwarze ist in seiner Berufswahl noch etwas unschlüssig. Sarah Weinreich aus der zehnten Klasse möchte Kauffrau im Einzelhandel werden. Beide begrüßen die IHK-Aktion an ihrer Regelschule.
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IHK Erfurt startet Imagekampagne auch im Landkreis Sömmerda: Plakataktion „Berufe mit Zukunft“

LANDKREIS SÖMMERDA.
Metall- und Montageberufe wie beispielsweise Zerspanungsmechaniker haben ein schmutziges Image: unsauberer Arbeitsplatz, schmutzige Hände und hohe körperliche Belastung. Dem widerspricht Uwe Psurek, Wirtschaftsbeiratsvorsitzender der Industrie- und Handelskammer (IHK). „In den Betrieben gibt es beispielsweise computergesteuerte CNC-Maschinen. Da sind Sauberkeit und Präzision erforderlich.“ Zudem sind gute Kenntnisse in Naturwissenschaften notwendig.

Um mit falschen Vorstellungen und Vorurteilen über Berufe aufzuräumen und einen Einblick in das tatsächliche Leben des jeweiligen Berufs vor allem aus Sicht des Auszubildenen zu geben, startete die IHK jetzt die Plakataktion „Berufe mit Zukunft“ an der Albert-Einstein-Regelschule in Sömmerda.

Die lmagekampagne zielt auf neun ausgewählte Berufe, in denen in den kommenden Jahren eine hohe Nachfrage nach Fachkräften sowohl männlich als auch weiblich zu erwarten ist. Dies sind Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Verfahrensmechaniker, Elektroniker, Restaurantfachmann beziehungsweise -frau, Koch und Köchin sowie Berufskraftfahrer beziehungsweise Fachkraft im Fahrbetrieb und Mikrotechnologe. Mit der Sensibilisierung für diese Berufe wird gleichzeitig ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in Thüringen geleistet. „Wir wollen , dass die Jugendlichen hierbleiben und ihnen zeigen, welche Möglichkeiten sie haben“, so Psurek. Die IHK geht mit dem Appell „Thüringen braucht Euch!“ auf die Schüler zu.

Derzeit herrschen sehr gute Ausbildungschancen und die Wirtschaft braucht junge und qualifizierte Fachkräfte, insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. Allerdings konzentrieren sich die meisten Jugendlichen bei der Berufswahl auf die zehn gängigsten Ausbildungsberufe - aber ca. 350 stehen zur Auswahl darunter auch der neue Beruf Solartechniker. Eine der Hauptursachen ist die mangelnde Kenntnis der Jugendlichen über ihre beruflichen und anschließenden Fortbildungsmöglichkeiten sowie die zum Teil veralteten Berufsvorstellungen. „Großen Einfluss bei der Brufswahl“, so der Wirtschaftsbeiratsvorsitzende, „haben die Eltern.“ Viele kennen den Beruf noch aus ihrer Kindheit. Aber es hat sich vieles geändert. Deshalb wolle man auch mit den Eltern ins Gespräch kommen.

Zunächst werden in allen Regelschulen im Kammerbezirk Erfurt die Plakate aufgehangen und zusätzlich die freien Lehrstellen in der Region im Visitenkartenformat angebracht. IHK-Projektmitarbeiterin Rona Freiberg wird die Plakatmotive monatlich wechseln und die regionalen Lehrstellenangebote aktualisieren. Bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres läuft die Aktion. Mit den Halbjahreszeugnissen beginnt aber schon die heiße Phase.

Kevin Schwarze ist in seiner Berufswahl noch etwas unschlüssig. Sarah Weinreich aus der zehnten Klasse möchte Kauffrau im Einzelhandel werden. Beide begrüßen die IHK-Aktion an ihrer Regelschule.
Uwe Psurek, IHK-Wirtschaftsbeiratvorsitzender, (7.v.l.) stellt den Schülern der neunten und zehnten Klasse der Einstein-Regelschule die Aktion vor.
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