Deutsch als Fremdsprache

Bahia aus Marokko
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89 Schüler aus 16 Ländern lernten drei Wochen Deutsch an der Klosterschule in Roßleben.

"Ich finde die deutsche Sprache einfacher als die englische", schwärmt Marianela aus Argentinien. Beza aus Äthopien ist anderer Meinung: "Für mich ist Deutsch eine schwere Sprache." Die beiden Mädchen sind zum ersten Mal in Deutschland und gehören zu den 89 Schülerinnen und Schülern aus 16 Ländern (Argentinien, USA, Mexiko, Äthiopien, Kamerun, Gabun, Jordanien, Pakistan, China, Dänemark, Niederlande, Italien, Marokko, Rußland, Türkei und Ungarn), die für drei Wochen in der Klosterschule Deutsch lernten. Sie besuchten den internationalen Jugendkurs des Goethe-Instituts im Rahmen des Programms "PASCH - Schulen: Partner der Zukunft". Zum dritten Mal bietet die Klosterschule diese Sommerkurse an.

Geleitet wird die Akademie von Dr. Hannelore Besser, die seit 2008 an der Europa-Schule in Kairo das Fach Deutsch unterrichtet. "Bei der Zusammenstellung des Programms habe ich nicht nur darauf geachtet, dass genügend Zeit für den theoretischen Unterricht zur Verfügung steht. Die Kinder sollen vor allem Deutschland als Land mit einer hohen Affinität zu Bildung und Kultur kennenlernen", sagt Hannelore Besser. Die Jugendlichen wurden von sechs Lehrern aus aller Welt, unterrichtet. Und entsprechend mit diesen sowie sechs Betreuern, Praktikanten, Herr Receb, dem Begleitlehrer aus der Türkei, und Hannelore Besser unternahmen die 14- bis 17-Jährigen zahlreiche Ausflüge, lernten kulturhistorische Stätten kennen. In Thüringen gehörten dazu die Barbarossahöhle, der Kyffhäuser und die Modellbahn. Dass der Freistaat sehr natürlich ist, hat Beza dabei festgestellt. Tülay aus der Türkei findet Deutschland insgesamt "sehr grün".

Von den Ausflügen nach Berlin und Dresden zeigten sich alle begeistert. Marianela nennt die Berliner Mauer und Juan Pablos aus Argentinien war von der Frauenkirche in Dresden fasziniert. Dem Argentinier sind aber auch die vielen Windkraftanlagen in Deutschland aufgefallen. Er ist zum ersten Mal hier und verspricht wiederzukommen. "Ich möchte Ingenieur werden und in Deutschland arbeiten." Die 17-jährige Tülay lernt Deutsch, weil es sie ebenfalls nach Deutschland zieht. "Ich möchte in einer großen Firma Leiterin für die internationale Kommunikation werden", nennt sie ihr Ziel. Warum die deutsche Sprache für die Jugendlichen spannend ist, hat vielfältige Motive. Marianela entscheidet sich dagegen zunächst einmal für Urlaub in Deutschland und Verónica aus Mexiko möchte in Deutschland studieren.

Alle internationelen Schüler haben die Prüfung in Roßleben bestanden und trennten sich schweren Herzens von ihren Mitschülern und Lehrern. Sie haben Freunde in aller Welt gefunden und gemeinsam ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessert. Dies ist auch das Ziel der Initiative - die Förderung des Deutschsprechens im Ausland, damit mehr junge Menschen aus aller Welt hier studieren. Es werden speziell zur Unterstützung der Initiative Lehrer ausgebildet. Die Schüler in den Auslandsschulen werden motiviert und für gute Leistungen Stipendien vergeben. "Das Programm hat mehr Bewerber als Plätze", weiß Dr. Besser. So wählt das Goethe-Institut die Schüler vor Ort aus und der Erfolg des 2008 ins Leben gerufenen Programms spricht für sich.

Im Blick:
• Schulen: "Partner der Zukunft" ist eine Initiative des Auswärtigen Amts in Zusammenarbeit mit vielen Partnern, unter anderem dem Goethe-Institut. Es verbindet über 1000 Schulen weltweit, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten.

• Angebote: Die Schulen können Partner-Schulen im PASCH-Netz kontaktieren, Organisation von Jugendkursen, Fortbildung für Deutschlehrer, personelle Unterstützung der Partnerschulen, das heißt mehr Deutschlehrer weltweit.

• Internet: www.pasch-net. de und www.goethe.de

Autor:

Sandra Rosenkranz aus Sömmerda

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