Für einmal zu schade

Gottfried Steffen wäscht Wegwerf-Behältnisse und Tüten aus, um sie mehrmals zu benutzen. Foto: Rosenkranz
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Gottfried Steffen nutzt Plastiktüten und Behältnisse mehrmals und spart so Müll

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Die Plastiktüten sind nur ein Beispiel dafür. Sie sind auch Anlass für die aktuelle Diskussion in der Europäischen Union in den vergangenen Tagen. Dabei reichen die Meinungen vom generellen Verbot bis zur Gebühr für den Gebrauch.

Mit etwas Abstand verfolgt Gottfried Steffen, Kantor i.R., in Sömmerda die Sache. Denn für ihn ist die Sache ganz einfach. Sein Tipp: Mehrfachnutzung.

Warum nutzen wir die Tüten nur einmal? Sie haben doch eine lange Lebensdauer. Warum landet überhaupt jede Packung gleich im Müll? Das fragt er sich. "Bei mir werden die Tüten nicht gleich weggeschmissen, sondern abgewaschen und noch vielseitig eingesetzt. Erst wenn eine mehrfach durchlöchert ist, hat sie ihren Dienst bei mir getan", betont Gottfried Steffen.

Etwa 20 dünne Tüten liegen abgewaschen in seiner Küche bereit, um wieder zum Einsatz zu kommen. "Habe ich die eine beim Gemüseeinkauf bekommen, nehme ich sie beim nächsten Mal wieder mit dorthin", erzählt der Sömmerdaer. Eine Händlerin auf dem Markt habe das sogar schon einmal gelobt. "Sie hat sich gefreut, dass sie selbst keine Tüte abgeben musste."

Gottfried Steffen weiß, ohne Plastik geht es nicht. Doch hat er seinen eigenen Weg gefunden, mit den Gegebenheiten umzugehen. Er will Müll sparen. "Die Tüten nutze ich zum Beispiel zum Holunderpflücken. Auch das Brot, das ich in der Papiertüte lasse, bewahre ich zusätzlich noch einmal in einer Plastiktüte auf. Ich brauche daher keine Brotdose", nennt der ehemailge Kantor Beispiele. Leere Honig- oder Marmeladengläser dienen ihm als Stiftesammler. Und selbst die Verpackung, die er beim Chinesen für sein Essen bekommt, nimmt er sauber beim nächsten Essen wieder mit. "Ohne Kommentar wird sie mir erneut gefüllt." So konsequent ist selten jemand.

Gottfried Steffen befürwortet trotzdem die Gebühr: "Ich finde es gut. Aber ich glaube, wenn sie kommen sollte, wird es einen riesigen Aufschrei geben."

Autor:

Sandra Rosenkranz aus Sömmerda

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