THEPRA Kita „Salzaknirpse“ im Bundesprogramm zur Sprachförderung

"Das bin ich" hieß es bei Leonie, Laurena, Frau Freytag, Patricio und Flora
  • "Das bin ich" hieß es bei Leonie, Laurena, Frau Freytag, Patricio und Flora
  • hochgeladen von Ruthild Vetter

Spaß am Sprechen für die Jüngsten

BAD LANGENSALZA. Die gute Beherrschung der Sprache ist Voraussetzung für Bildung. Und nicht nur das. Im Alltag muss sich jeder möglichst klar und eindeutig ausdrücken, damit er bekommt, was er möchte. Das gilt erst recht für Kinder. Kinder mit einem besonderen Sprachförderbedarf durch eine alltagsintegrierte Förderung zu unterstützen, ist das Ziel eines zweijährigen Förderprogramms vom Bundesfamilienministerium. Die THEPRA Kindereinrichtung „Salzaknirpse“ ist seit April dieses Jahres am Bundesprogramm Offensive Frühe Chancen: „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ beteiligt. Deutschlandweit werden 4000 Schwerpunkt-Kitas gefördert. Das Projekt wendet sich an Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf, aber gleichzeitig sind auch die Erzieherinnen und die Eltern einbezogen. Deren Mitarbeit wird gebraucht, betont Kristin Freytag.
Gefördert werden zusätzliche 20 Wochenstunden zur alltagsintegrierten Sprachförderung der 78 Kinder der Einrichtung. Besondere Beachtung finden dabei die neun Kinder unter drei Jahren. Sprachförderbedarf frühzeitig zu erkennen und in der Folge möglichst allen Kindern faire Bildungschancen zu geben, Spaß an der Sprache zu finden und natürlich Erfolgserlebnisse zu vermitteln, sind die Aufgabe, der sich Kristin Freytag mit Begeisterung verschrieben hat. Entwicklungsstand, Besonderheiten, aber vor allem die Fortschritte jedes Kindes werden festgehalten. Vom Sprachvorbild der Erzieherinnen hängt vieles ab, weiß Freytag. Gezieltes Nachfragen und die Wahl bestimmter Spielangebote bilden eine Grundlage für den Erfolg des Sprachförderprojekts. Der verbesserte Austausch der Kinder untereinander und mit den Erzieherinnen lassen erste Erfolge erkennen.
Vielfältiges Material zur Sprachförderung wird nicht nur genutzt, sondern auch selbst hergestellt. „Das bin ich“ hieß es in der vergangenen Woche. Malen auf großformatigem Papier mit Benennen der eigenen Körperteile und der dazu gehörenden Kleidungsstücken hat den Kindern viel Spaß gemacht.
Sprechen und zuhören, malen, basteln, musizieren, alle Bildungsbereiche werden von der Sprachförderung berührt. In die Weiterbildung zur Sprachförderung ist das gesamte Erzieherteam einbezogen, auch damit diese in der Einrichtung nach Ende des Programms fortgesetzt werden kann. In der praktischen Umsetzung führt das im Kindergartenalltag dazu, dass die Erzieherinnen mehr sprechen als bisher, ihre eigenen Tätigkeiten und die der Kinder sprachlich begleiten. Auch eigentlich Selbstverständliches wird sprechend nachvollzogen. Damit das neu Gelernte auch im Familienalltag erkannt und genutzt wird, sind die Eltern über das Förderprogramm informiert worden. Wie die Eltern noch mehr zur Sprachförderung ihrer Kinder beitragen können, erfahren sie beim nächsten Elternabend.

Autor:

Ruthild Vetter aus Eisenach

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