Neuer Standort in Leubingen: Telekom baut Breitband aus

1. Thüringer Breitbandgipfel am 24. Juni 2011.

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat gemeinsam mit Michael Preiß, Leiter Technik der Telekom Deutschland GmbH, in Leubingen bei Sömmerda einen neuen Mobilfunkstandort zur Breitbandversorgung in Betrieb genommen. Über den 41 Meter hohen Sendemast können in einem Umkreis von vier bis fünf Kilometern rund 400 Haushalte mit schnellen Internetzugängen versorgt werden. Die Versorgung erfolgt über den Mobilfunkstandard „Long Term Evolution“ (LTE), der Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zulässt.

„LTE wird einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Breitband flächendeckend auch in dünner besiedelte Regionen Thüringens zu bringen“, sagte Machnig. Er gehe davon aus, dass mit dieser Technologie noch in diesem Jahr ein Großteil der weißen Flecken bei der Breitbandabdeckung in Thüringen beseitigt werden kann. Wie groß diese Flecken sind, zeigt eine aktuelle Erhebung des Bundeswirtschaftsministeriums: Demnach liegt Thüringen bei Übertragungsraten von mindestens einem MBit/s mit einer Abdeckung von 93,5 Prozent auf dem drittletzten Platz bundesweit, bei Raten von mehr als 16 MBit/s mit einer Abdeckung von 41 Prozent auf dem viertletzten. „Das zeigt: Thüringen muss beim Ausbautempo noch deutlich zulegen“, so der Minister.

„In diesem Jahr will die Telekom rund 200 LTE-Standorte in Thüringen errichten“, sagte Michael Preiß von der Telekom Deutschland GmbH. Mit dem Standort Leubingen verfügt die Telekom gegenwärtig über 13 LTE-Standorte im Freistaat. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, viele Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren“, fügte Preiß an. „4G-Standorte haben eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern.“ LTE ist eine Weiterentwicklung der von der Telekom bisher angebotenen Mobilfunktechnologien GSM und UMTS.

Auch das Land treibt den Ausbau der Breitbandinfrastruktur mit Hochdruck voran. Im vergangenen Jahr hat das Wirtschaftsministerium dazu die „Breitbandstrategie Thüringen“ erarbeitet, die unter anderem vorsieht, über die bestehenden Fördermöglichkeiten hinaus ab 2012 ein eigenes Landesförderprogramm Breitband einzurichten. Derzeit wird ein Masterplan erarbeitet, der den Bedarf und regionalen Ausbaustand an Breitbandzugängen erfasst und konkrete Ausbauvorhaben und Ausbauprioritäten benennt. Dieser Masterplan soll beim 1. Thüringer Breitbandgipfel am 24. Juni 2011 vorgestellt und diskutiert werden.

Autor:

Lokalredaktion Sömmerda aus Sömmerda

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