Erschossener Schwan und misshandelte Stute im Kyffhäuserkreis – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Roßleben / Reinsdorf
Zwei schwere Fälle von Tierquälerei: Am 30. Juni wurde am Weidenweg in Roßleben ein Schwan gefunden, der mit einem Diabolo-Geschoss aus einer Luftdruckwaffe getötet worden war. Im gleichen Landkreis wurde am 12. Juni eine Stute auf einer Wiese in Reinsdorf zwischen der Bergstraße und der Bundesstraße 86 zwischen 21.30 und 22 Uhr von einem Unbekannten misshandelt und an den Genitalien schwer verletzt.

Die Nordhäuser Kriminalpolizei hat Medienberichten zufolge die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die Hinweise zu den Taten geben können. Um die Fahndung nach dem oder den Tierquäler/n zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des oder der Täter/s führen. Zeugen, die Informationen zu diesen Fällen beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter 01520 73 733 41 an PETA oder direkt an die Kriminalpolizei Nordhausen unter der Rufnummer 03631 96 0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

„Bitte helfen Sie mit, diese grausamen Taten aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“

PETA Deutschland e.V. rät Pferdehaltern zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem werden die Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, die Kontrollgänge mit mindestens zwei Personen durchzuführen, die zudem Mobiltelefone mit sich tragen sollten. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de

Autor:

Lokalredaktion Sömmerda aus Sömmerda

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