Sieben Wasserwachten treten zum Wettkampf an und zeigen absoluten Teamgeist, obwohl sie Einzelleistungen abliefern müssen
Ein Sömmerdaer Erfolg zum Jubiläum

Die Wasserwachtschwimmer beim Anfeuern.
  • Die Wasserwachtschwimmer beim Anfeuern.
  • Foto: Andre Haufe-Ludwig
  • hochgeladen von Sandra Rosenkranz

Man verstand die Worte kaum, die durch die Sömmerdaer Schwimmhalle gerufen wurden: Komm! Zieh! Hopp! Der Lautstärkepegel war enorm. Aber für die 93 Teilnehmer am Schwimmwettbewerb für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zählte nur die Motivation. Jedes Team feuerte seine Starter an, damit diese alles aus sich herausholten. Ehrgeiz und Spaß waren sowohl im Becken, am Beckenrand als auch auf den vollen Bänken rundherum zu spüren.

Nicht ohne Grund war die Schwimmhalle gut gefüllt. Denn der Einladung der Sömmerdaer Wasserwacht zum zehnten Wettkampf an diesem 24. März waren aus drei Bundesländern sechs Wasserwachten gefolgt – aus Magdeburg, Chemnitz, Radebeul, Suhl, Meiningen und Arnstadt. Die angereisten Mädchen und Jungen sowie die Sömmerdaer Wasserwachtschwimmer zeigten unterteilt nach Altersklassen in vier Disziplinen ihre Leistungen. Zuerst waren Tauchen und Freistil angesagt. Im zweiten Wettkampf hieß es für die Kinder bis zwölf Jahre 50 Meter und bis 18 Jahre 100 Meter Brustschwimmen. Der dritte Teil enthielt Freistil, bei dem sie anschließend einen Ring ertauchen und mit diesem beidhändig anfassend in Rückenlage zurückschwimmen mussten. Unterschied in den Altersklassen war das Gewicht des Ringes, der für die Teilnehmer ab 13 Jahre schon fünf Kilogramm wog. Im letzten Wettkampf kamen die Flossen zum Einsatz. Die Streckenlänge variierte von den Jüngeren bis zu den Ältesten von 50 über 100 bis 150 Meter. Die Altersklassen ab 13 Jahre mussten zusätzlich wieder einen Ring ertauchen und ihn in Rückenlage zurückbringen.

Damit die Zeiten ordentlich registriert wurden, waren am Beckenende zehn Zeitnehmer stationiert, die Hauptschiedsrichterin Frauke Koch kontrollierte. Zusätzlich beaufsichtigten zwei Schwimmrichter und ein Wenderichter das Geschehen. Stopper Detlef Schober sorgte für die Startpfiffe. Den kompletten Überblick behielt Wettkampfvorsitzende und Organizer Antje Koch. An ihr kam kein Teilnehmer vorbei. Vor jedem Start gab es bei ihr und Co-Organizerin Katrin Sputh die neue Starterkarte. Brauchten die Schwimmer dann neue Energie für den nächsten Start, konnten sie sich am kleinen Büfett im Schwimmhallenvorraum mit Hotdogs, Kuchen, Salat, Obst und Getränken stärken.

An das zehnjährige Jubiläum des Wettkampfes der Sömmerdaer Wasserwacht dachte so schnell keiner. Dabei stellte sich heraus, dass einige befreundete Wasserwachten auch schon seit des ersten Leistungsvergleiches kommen. Scherze untereinander und eine angenehme Atmosphäre zeugten davon. Monique Lotz aus Suhl freut sich jedes Jahr darauf: „Wir kommen mal mit mehr und mal mit weniger Kindern. Und natürlich freue ich mich auf Thomas und Antje Koch. Ich kenne sie schon aus Studienzeiten.“

Die großer Starterzahl ließ anfangs ein großes Zeitfenster vermuten, aber gegen 17.30 Uhr warteten bereits alle gespannt auf die Siegerehrung. Antje Koch dankte für die Disziplin und die Leistungen. „Wichtig ist doch, dass alles klappt und es auch noch Spaß macht.“ Applaus bestätigte ihre Worte.

Die Motivation und das gegenseitige Anfeuern der Sömmerdaer hatte sich am Ende gelohnt. Es gab nicht nur vier erste, zwei zweite und vier dritte Plätze in der Einzelwertung, sondern Sömmerda ist auch insgesamt als erfolgreichste Mannschaft aus dem Wettkampf gegangen. „Ich bin begeistert von der gegenseitigen Unterstützung. Denn obwohl es alles Einzelleistungen sind, war da so viel Teamgeist zu spüren“, ist Antje Koch zufrieden mit dem Abschluss des Tages und bekommt zustimmendes Nicken von Tochter Frauke und Ehemann Thomas.

Ergebnisse - Plätze 1 bis 3

AK 1 männlich (2010 – 2009)
1. Finn Sengewald (Sömmerda)
2. Mika Teuchert (Chemnitz)
3. Linus Niessner (Arnstadt)

AK 1 weiblich (2010 – 2009)
1. Maxine Franke (Magdeburg)
2. Linda Schinkel (Sömmerda)
3. Mia Bergmann (Sömmerda)

AK 2 männlich (2008 – 2007)
1. Lenny Härtwig (Radebeul)
2. Felix Rosenkranz (Sömmerda)
3. Jakob Kubenz (Radebeul)

AK 2 weiblich (2008 – 2007)

1. Emily Pethe (Magdeburg)
2. Merle Wiedemann (Magdeburg)
3. Stella Dittmann (Sömmerda)

AK 3 männlich (2006 – 2005)
1. Julian Butz (Sömmerda)
2. Leonardo Pfau (Radebeul)
3. Josh Noa (Sömmerda)

AK 3 weiblich (2006 – 2005)
1. Finnja Biastoch (Magdeburg)
2. Ella Jäger (Magdeburg)
3. Zoe Oeltze (Magdeburg)

AK 4 männlich (2004 und älter)
1. Tom Elstner (Sömmerda)
2. Paul Böser (Radebeul)
3. Tom Tarnowski (Radebeul)

AK 4 weiblich (2004 und älter)
1. Tia Helena Wünschmann (Sömmerda)
2. Charlotte Petzold (Magdeburg)
3. Lea Celine Schleicher (Sömmerda)

Mannschaftswertung
1. Sömmerda
2. Magdeburg
3. Radebeul
4. Arnstadt
5. Chemnitz
6. Suhl
7. Meiningen

Autor:

Sandra Rosenkranz aus Sömmerda

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