Jung und begabt

Theodor Schubach spielt ­seine Ideen gleich auf dem Flügel.
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Komponist Theodor Schubach und Tobias Klich erhielten ein Förderstipendium – Uraufführung im April

SONDERSHAUSEN. Sie sind jung und begabt. Und sie sind Komponisten. Ungewöhnlich für einen 27- und 28-Jährigen. Doch sie leben mit und für die Musik, lassen sich vom Leben, den Menschen, der Umgebung und von Begegnungen inspirieren, um Neues zu schaffen. Theodor Schubach und Tobias Klich sind zwei von zwölf Bewerbern auf ein Förderstipendium der Landesmusikakademie Sondershausen im Fach Komposition. Für sie votierte eine fünfköpfige Jury aus Musikexperten. „Beide haben auf besondere Weise auf sich aufmerksam gemacht: durch ihre bisherigen Arbeiten, ihr hohes handwerkliches Können und ihren Drang zu ‚neuer Musik‘“, unterstrich Prof. Dr. Eckart Lange, Direktor der Landesmusikakademie. Theodor Schubach mag im Leben eher die leisen Töne. Doch wenn die Sprache auf Musik kommt, wird er lebendig. 1985 in Berlin geboren, studierte er in Dresden und Graz Komposition, bevor er derzeit in Stuttgart seinen Master ablegt. Komposition und Computermusik ist seine Spezialisierung, die Wirkung von Räumen auf Klänge sein Untersuchungsgegenstand. Man darf gespannt sein, wie sein Konzert für Violoncello und Orchester beim Publikum ankommt!

Tobias Klich, der 28-jährige gebürtige Jenaer, studiert nach Weimar nun seit vier Jahren in Brmen Komposition. Neuer Musik, speziell Rauminstallationen, gilt das Interesse des temperamentvollen Musikers. Er ist gerade erst angekommen in Sondershausen, wo sich Theodor Schubach schon seit August zu Hause fühlt. Dass sich beide Stipendiaten kennenlernen, hält Prof. Lange für eine gute Gelegenheit der gegenseitigen Inspiration und des Erfahrungsaustausches. So kann Theodor Schubach schon von seinen ersten Kontakten zum Loh-Orchester berichten, während Tobias Klich gerade dabei ist, sich in die Musikstadt Sondershausen zu verlieben. Dabei erwachsen neue Ideen für neue Musik, wie sie beide Komponisten zu Papier bringen. Abgeguckt wird nicht! Im April-Konzert des Loh-Orchesters wird das erste Werk uraufgeführt, das zweite folgt im Herbst.

Etwas Bleibendes für Sondershausen zu schaffen ist der Wunsch von GSES-Geschäftsführer Jan-Henrich Florin, der das Stipendium initiierte und nun das Tun der jungen Komponisten gespannt verfolgt. Eine Aufführung beider Werke unter Tage wäre dann natürlich die Krönung.

Autor:

Heidrun Fischer aus Nordhausen

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