Auch ohne Mama entwickelt sich Affenbaby Heather prächtig

Nicht ohne meinen ­Pantoffel: Katta-Baby Heather liebt
die ­Wärme in Omas Heizschuh.
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    die ­Wärme in Omas Heizschuh.
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Katta-Baby aus dem Affenwald Straußberg wurde von seiner Mutter verlassen. Silvio Dietzel zieht es mit der Flasche auf. Wärme spendet Omas Heizpantoffel.

Diese winzigen Finger, die plüschigen Ohren – und vor allem dieser Blick: Das Katta-­Baby Heather macht alle ­verrückt. Vier Fernsehteams und eine Reihe Pressefoto­grafen hat der Winzling bereits zum Straußberger Affenwald im Kyffhäuserkreis gelockt. Denn dass das Äffchen heute überhaupt so keck aus dem Heizpantoffel gucken kann, ist wirklich ­großes Glück.

Zu schwach, um sich festzukrallen

Als eine Tierpflegerin das frisch­geborene Junge am 10. April fand, lag es völlig unterkühlt, wie ein Häufchen Elend in der Einstreu eines ­Affenhauses. „Die Kleine wog gerade einmal 55 Gramm und war wohl zu schwach, sich am Fell der Mutter festzukrallen“, vermutet Junior-Chef Silvio Dietzel. Seither kümmert er sich um das Affenmädchen, dem er den Namen Heather gab.

Ziehpapa im Dauereinsatz

Dietzel besitzt Erfahrung in der Handaufzucht von verwaisten Kattas, hat bereits zwei Tiere dieser in Madagaskar beheimateten Lemuren­art aufgepeppelt. Auch bei ­Heather ist er zuversichtlich: „Sie ist eine Kämpfernatur – und sie hatte von Anbeginn den Saug­reflex.“ Mit einer Nuckel­flasche für Hundewelpen gibt er ihr alle anderthalb Stunden Säuglingsmilch. „Anfangs trank sie nur tröpfchenweise, jetzt sind es etwa 15 Milli­liter pro Tag. Selbst nachts fordert sie ihr Fläschchen mit lautem Piepsen ein“, erzählt Silvio Dietzel. Ja, Ziehvater ist ein 24-Stunden-Job.

Omas Heizpantoffel hilft

„Inzwischen hat die Kleine ihr Geburtsgewicht verdoppelt“, freut er sich und streicht mit einer Zahnbürste behutsam übers Affenfell. Nach der ­Fellpflege krabbelt Heather wieder hinein in ihre Kuschelhöhle. In Omas Heizpantoffel sind es mollige 36 Grad. Der ideale Schlafplatz, um groß und stark zu werden. Läuft es weiterhin so gut, zieht Heather im Herbst in den Affenwald. Besucht hat sie ihre Artgenossen in Obhut ihres Ziehvaters schon einmal.

Der Name des Affenbabys kommt nicht von ungefähr. Studentin Heather hat im Affenwald geforscht.

Autor:

Sibylle Klepzig aus Nordhausen

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