Besuch mit Hindernissen

Der Reichstag war Ziel der Besucherfahrt
  • Der Reichstag war Ziel der Besucherfahrt
  • hochgeladen von Ralf Kothe

Der heutige Besuch des Deutschen Bundestages von Schülern der Freien Ganztagsschule Milda begann mit Hindernissen. Kurz nachdem der Bus mit den Jugendlichen und ihren Lehrern in Milda losgefahren war, wurde er von einem PKW gerammt. Glücklicherweise kamen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon und die Reise nach Berlin konnte mit einer Stunde Verspätung fortgesetzt werden. Allerdings musste wegen der unfallbedingten Verzögerung das Mittagessen für die Gruppe ausfallen.

Ob die Schüler nun hungrig waren, anzumerken war es ihnen nicht. Lebhaft und interessiert befragten sie ihren direkt gewählt Bundestagsageordneten Albert Weiler für Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis, mit dem sie sich zu einem Gespräch getroffen hatten, nach arbeitspolitischen Themen. Unter anderem wollten sie von dem Arbeitsmarktpolitiker und Sprecher der CDU für Angelegenheiten der Bundesarbeitsagentur wissen, worin genau die Nachteile für ostdeutsche Rentner liegen, wenn es zu einer Angleichung der Ost- und Westrenten kommt.

Weiler erklärte, dass so zwar die jetzigen Rentenbezieher höhere Renten bekämen, aber die künftigen Rentner aus Ostdeutschland würden wegen der wegfallenden Höherwertung von 14 % aufgrund des niedrigeren Lohnniveaus in den neuen Bundesländern dann geringere Renten ausgezahlt bekommen. Eine aufgeweckte Schülerin schlug daraufhin vor, dass man doch einfach das Lohnniveau in Thüringen anheben solle. Weiler erläuterte, dass dies nicht so einfach ginge. Die Höhe der Gehälter sei Verhandlungssache zwischen den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften und dass es nur unter ganz engen Voraussetzungen möglich sei, dass der Staat hier eingreife. Dass in der sozialen Markwirtschaft, anders als im Sozialismus, die Marktkräfte die Löhne und Gehälter maßgeblich bestimmen und dass z. B. die Mieten im Saale-Holzland-Kreis auch deutlich niedriger seien als z. B. in Stuttgart, wo die Gehälter dann auch entsprechend höher sind.

Die Schülergruppe aus Milda besuchte nach der angeregten Diskussion mit Weiler die Kuppel, bevor es später zurück in die Jugendherberge ging.

Autor:

Ralf Kothe aus Sondershausen

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