Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete kritisieren Vorschläge zum SuedLink-Trassenverlauf

Die Thüringer CDU-Abgeordneten der 18. Legislatur des Deutschen Bundestages in Berlin
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  • hochgeladen von Ralf Kothe

Die Netzbetreiber „Tennet“ und „Transnet BW“ haben heute während einer Informationsveranstaltung in Berlin ihre favorisierte Planung zum Verlauf der Erdkabelkorridore für die SuedLink-Verbindungen vorgestellt. Nach Ansicht der Netzbetreiber liegen bei der Variante, die unter anderem durch den Freistaat Thüringen verläuft, die geringsten Raumwiderstände vor.

Dementsprechend werden „Tennet“ und „Transnet BW“ ihre Vorschläge am 17. März 2017 bei der Bundesnetzagentur zur Bundesfachplanung einreichen. Neben dem Vorschlagskorridor, der unter anderem die Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Eichsfeld sowie den Wartburgkreis betreffen würde, sind die Antragsteller auch verpflichtet, Alternativen aufzuzeigen. Diese könnten auf hessischer Seite verlaufen, vorbei an Göttingen, Bad Hersfeld und Fulda.

Der Westthüringer Bundestagsabgeordnete Christian Hirte sowie seine Fraktionskollegen Manfred Grund aus Nordthüringen und der Südthüringer Mark Hauptmann (alle CDU) kommentieren: „Nach dem Willen der Netzbetreiber sollen mit der Thüringer Strombrücke, der SuedostLink-Trasse und nun auch noch mit dem SuedLink drei Übertragungsleitungen durch Thüringen führen. Das Bild des Lastesels der Energiewende drängt sich hier geradezu auf. Aber das letzte Wort ist in der Sache keineswegs gesprochen: Erst mit dem Antrag auf Bundesfachplanung beginnt das formale Verfahren mit zahlreichen Beteiligungsmöglichkeiten. Was wir nun brauchen, ist ein Thüringer Bürgerbündnis gegen den Ausbauvorschlag, der die naturschutzrechtlichen, kostentechnischen sowie politischen Widerstände eines möglichen Trassenverlaufs durch Thüringen aufzeigt“, erklären die drei Bundestagsabgeordneten.

Die Antragsinhalte zur Bundesfachplanung sind ab 9. März auf der Homepage der Netzbetreiber einsehbar. Die Bundesnetzagentur ist verpflichtet, die Vorschläge der Vorhabenträger und die zu benennenden Alternativen ergebnisoffen zu prüfen. Ein verbindlicher Trassenkorridor wird erst nach der Bundesfachplanung, voraussichtlich Ende 2018, feststehen. Der tatsächliche Verlauf des Erdkabels innerhalb des Korridors wird erst im weiteren Planfeststellungsverfahren ermittelt.

Autor:

Ralf Kothe aus Sondershausen

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