Bauverzug am Herderplatz

Der Herderplatz wird nicht wie geplant zum Zwiebelmarkt übergeben werden können. Foto: Schulter
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Die Stadt Weimar wurde Ende Juni/Anfang Juli von dem mit der Neugestaltung des Herderplatzes beauftragten Bauunternehmen, der Fa. EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH, Niederlassung Weimar, davon in Kenntnis gesetzt, dass es massive Lieferschwierigkeiten in Bezug auf das vertraglich festgeschriebene Kalksteinpflastermaterial gibt. Das teilt die Stadtverwaltung der Kulturstadt in einer Pressemeldung mit.

Der dahingehend gebundene Lieferant, die TRACO – Deutsche Travertin Werke GmbH aus Bad Langensalza, beruft sich auf witterungsbedingte Probleme bei der Materialgewinnung im Winter und Frühjahr dieses Jahres. Seither haben die Stadt Weimar und die Fa. EUROVIA intensiv verschiedene Alternativmöglichen geprüft und untersucht, um die vertraglich vereinbarte Bauzeit bis zum 15.10.2013 einhalten zu können.

Im Zuge der verschiedenen Abstimmungen musste jedoch letztendlich festgestellt werden, dass nur mit dem vertraglich vereinbarten Pflastermaterial die gewünschte Qualität der Platzpflasterung erreicht werden kann. Unter Berücksichtigung dessen und der bekannten Lieferschwierigkeiten hinsichtlich dieses Kalksteinpflasters hat nunmehr die Fa. EUROVIA eine Bauzeitverlängerung angemeldet, um die Platzgestaltung in der begonnen Art und Weise beenden zu können. Der Abschluss der Bauarbeiten für die bis dato noch nicht gepflasterten Teilbereiche unmittelbar südlich, westlich und nördlich der Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) würde sich demnach bis Mitte 2014 verlängern, wobei darin bereits eine technologisch bedingte Witterungsunterbrechung im Winter eingerechnet ist. Entsprechend der vorliegenden Lieferzusagen des Pflasterlieferanten TRACO würde diese Verlängerung die Bereitstellung des ausgeschriebenen Pflastermaterials im erforderlichen Umfang ermöglichen.

Die bereits erkennbar fertiggestellten Flächen zwischen dem Bereich Rittergasse/Eisfeld und der Kaufstraße sowie zwischen der Kaufstraße und der Jakobstraße mit Anbindung der Vorwerksgasse und allen dazu gehörigen Nebenflächen für die dortigen Anlieger und Gewerbetreibenden werden entsprechend des ursprünglichen Bauablaufplanes bis Oktober 2013 fertiggestellt und nutzbar sein.

Durch die Bauverzögerungen am Herderplatz ist die dort ursprünglich für den Zwiebelmarkt geplante Belegung des Platzes (Bühnenstandort sowie Stände) nicht möglich. Die Bühnen und Stände wechseln auf den Standort „Platz der Demokratie“. Infolgedessen wird der ursprünglich auf dem Platz der Demokratie vorgesehene Zippelmarkt auf den Frauenplan verlegt.

Die Vorbereitungen des 360. Zwiebelmarktes der Stadt Weimar sind darüber hinaus durch die Verzögerungen der Baumaßnahme am Herderplatz nicht beeinträchtigt, teilt die Stadt mit. Insbesondere kann der Stadtlauf – wie geplant – über die fertig gestellten Straßen des Herderplatzes führen.

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Lokalredaktion Weimar aus Weimar

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