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Apolda widmet Willy Bogner eine Ausstellung im Kulturhaus Avantgarde

Wo: Bahnhofstraße 27, Apolda, Apolda auf Karte anzeigen
Willy Bogner kam persönlich zur Ausstellungseröffnung nach Apolda. Hier ist er im Gespräch mit Marion Thees und Wolfgang Hoppe. Beide tragen Bogner-Kleidung. Foto: Simone Schulter
Willy Bogner kam persönlich zur Ausstellungseröffnung nach Apolda. Hier ist er im Gespräch mit Marion Thees und Wolfgang Hoppe. Beide tragen Bogner-Kleidung. Foto: Simone Schulter
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Wie sich Mode und Sport zu Kunst vereinen, zeigt die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde. Sie widmet sich einem Multitalent, von denen es nur wenige gibt: Willy Bogner. Der 1942 in München Geborene kann auf ein aufregendes Leben als Sportler, Unternehmer, Designer, Regisseur und Kameramann zurückblicken. Bogner war in den 60er Jahren einer der erfolgreichsten deutschen Skifahrer und stieg später in das Modeunternehmen seines Vaters ein. Mit Erfolg. Hosen, Jacken, Hemden, aber vor allem Sportkleidung mit dem markanten „B“ als Reißverschlussanhänger gelten als Statussymbol.
Doch nicht nur damit machte sich er sich einen Namen. Bogner steht für spannende Verfolgungsjagden, die sich James Bond mit Gegnern lieferte. So führte er in vielen Bond-Thrillern während der halsbrecherischen Szenen im tiefen Schnee die Kamera. Als Regisseur dreht Bogner mit „Feuer und Eis“ den erfolgreichsten Sportfilm der Kinogeschichte.
Auch wenn es in Apolda weder Bogner-Stores, noch Bogner-Shops gibt und die Preise für Bogner-Mode wohl bei den meisten das Budget sprengt, als Gast in der neuen Ausstellung kann man sich der Faszination der Marke nicht entziehen. Die Schau ist gut platziert in der ehemaligen Strickerstadt, die es nach der Wende geschafft hat, an alte Traditionen anzuknüpfen mit Modenächten, Strick-Workshops und dem Apolda European Design Award.
Mode und Sport bilden die Prämissen der Schau „Bogner live – Tradition + Vision“, die bis zum 13. Juni zu sehen ist. Zur Eröffnung war Willy Bogner persönlich in Apolda. Stolz war wohl eines der Motive für sein Kommen. „Als Designer haben wird das Problem, nicht zur Kunstszene zu gehören“, räumt er ein und zeigte sich umso mehr angetan von der Idee, seinem kreativen Schaffen im Kunsthaus eine Plattform zu bieten. Neben seinen Modelinien werden auch die Kollektionen für deutschen Olympiastarter beleuchtet. Visionäre Kleidung ist ebenso zu sehen wie Filmausschnitte. Insgesamt neun Lkw-Ladungen füllten die Exponate, die Kunst neu definieren.

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