Wendestück im DNT mit live gemaltem Bühnenbild
Ein echter Weidenbach auf der Theaterbühne

Maler Dieter Weidenbach vor einem seiner Werke, das im Garten des Atelierhauses in Niedergrunstedt zu finden ist.
3Bilder
  • Maler Dieter Weidenbach vor einem seiner Werke, das im Garten des Atelierhauses in Niedergrunstedt zu finden ist.
  • Foto: Dirk Sprungala
  • hochgeladen von Dirk Sprungala

Zum dreißigsten Mal jährt sich 2019 die Öffnung der DDR-Grenzen in Richtung Westen. Das politische Gerede um die Deutsche Einheit und den sogenannten Mauerfall kann Einen derzeit schon mal ein wenig stressen.
Auch das Deutsche Nationaltheater widmet sich mit dem Stück „Brüder und Schwestern“, das am 10. November 2019 im Maschinensaal des E-Werks in Weimar uraufgeführt wird, diesem Thema. Doch wer die Inszenierungen des DNT kennt, weiß, dass die Bühnenfassung des Romans von Birk Meinhardt sicherlich keinem politstrategischen Gesabbel unterliegen wird, sondern Geschichtswissen mit abendlicher Unterhaltung verbinden soll.

Maler Dieter Weidenbach ist es gewohnt, monumental zu arbeiten, demnächst auch auf der Bühne des DNT.
  • Maler Dieter Weidenbach ist es gewohnt, monumental zu arbeiten, demnächst auch auf der Bühne des DNT.
  • Foto: Dirk Sprungala
  • hochgeladen von Dirk Sprungala


Für innovative Ideen bekannt, hat sich Regisseur Hasko Weber zur Realisierung des Stücks auch den Weimarer Maler Dieter Weidenbach auf die Bühne geholt. Der für seine monumentalen Werke bekannte Künstler, der ja selbst eine bewegte Ost-West Vergangenheit hat, soll während der Vorstellungen live ein riesiges (Bühnen-) Bild malen, das erst am Ende aller Aufführungen fertiggestellt sein wird. Hier kann Weidenbach als autarker Künstler im Hintergrund der Spielszenen permanent an seinem Werk arbeiten, während die Schauspieler damit beschäftigt sind, die Geschichte einer thüringischen Familie aus den Jahren 1973 bis ins neue Jahrtausend zu erzählen. Einer Familie, wie sie jeder von uns kennt, mit Überzeugten, Mitläufern und Phantasten. Autor Christian Tschirner hat den Roman fürs Theater bearbeitet, Sven Helbig sorgte für den passenden musikalischen Part.

Maler Dieter Weidenbach in seinem Atelier.
  • Maler Dieter Weidenbach in seinem Atelier.
  • Foto: Dirk Sprungala
  • hochgeladen von Dirk Sprungala


Kürzlich traf sich das Spielensemble in Dieter Weidenbachs Atelier, um sich mit dessen Werk und dessen Art, den Pinsel zu führen, vertraut zu machen. Denn auch wenn Schauspieler, Maler und Musiker eigenständig arbeiten, soll das Ganze für den Zuschauer natürlich am Ende ein homogenes Bild abgeben. Und es soll begeistern, mit einer Geschichte, die den jungen Leuten die damalige Zeit näher bringt, den älteren Erinnerungen beschert, in denen sie sich bestenfalls sogar selbst wiederfinden. Und es soll Verständnis fördern, für die immer noch anliegenden Probleme, die aus der Wiedervereinigung resultieren und hier im „Osten“ teils allgegenwärtig sind.

Autor:

Dirk Sprungala aus Weimar

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.