Die Zauberflöte / Lyric Opera Studios Weimar 13.8.-18.8. 2019 im Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ Weimar
Mit stimmlicher Farbigkeit

als Papageno Milan Babic und als Pamina Gabrielle Haigh
  • als Papageno Milan Babic und als Pamina Gabrielle Haigh
  • hochgeladen von Thomas Janda

Vor einem gespannten Publikum präsentierten sich die Teilnehmer des Lyric Opera Studios Weimar.
Zusammengesetzt in vier Besetzungen spielten und sangen die jungen Sänger aus 18 Nationen.
Wieder einmal war die Nachfrage nach dem Sommerkurs riesig und Damon Nestor Ploumis fiel es schwer nicht allen Bewerbungen gerecht werden zu können.

Damon Nestor Ploumis: „ Es tut mir immer leid, wenn wir schon vollzählig sind. Gerade für die Zauberflöte sich die Nachfragen enorm. Viele junge Sänger wollen einmal mitspielen. Ich muss dann immer auf das kommende Jahr vertrösten.“

Nicht vertröstet werden mußten die Zuschauer, kamen ein paar mehr, dann wurden einfach noch ein paar Stühle gestellt. Ein Zuschauer raunte: „Ich wußte gar nicht, dass es hier so eine tolle Truppe gibt.“
Die gibt es ja auch nur temporär. Es war schon erstaunlich, mit wie viel Leidenschaft, Spielwitz, aber auch gesanglichem Können diese Nachwuchstalente auftraten.

Nicht nur die Solisten waren ihren Partien durchweg gewachsen, auch der Chor sang mehr als passabel. Dabei wirkte auch besonders eindrucksvoll, dass Regisseur Ploumis den Chor von der Empore des Saales singen ließ. Die Wechselspiel zwischen Solisten und Chor veranlasste das Publikum jedes mal zu Szenenapplaus. Aber auch einzelne Arien waren von einer stimmlichen Farbigkeit und Präzision, dass viele im Publikum ganz aus dem Häuschen waren.

Diese Nahbarkeit und die Intensität des Spiels, ließ die Zuschauer Mozarts Oper hautnah miterleben. Eine Zuschauerin meinte: „So direkt und unmittelbar habe ich noch keine Oper erlebt!“

Die musikalische Leitung lag in den Händen von Olaf Storbeck, der seit Jahren präzis, dynamisch und aufmunternd viele LOSW-Inszenierungen dirigiert. Auch die Klavierbegleitungen von Ceuky Chan, Jooyean Shin und Chihiro Suzuki verliehen jeder Aufführung Spannung und musikalischen Fluss.
Das Publikum erlebte ausgezeichnete Gesangs- und Spiel-Leistungen. Eine Aufführung gibt es noch am 21. Juli 2019 (So) 19.30 Uhr im Comödienhaus Bad Liebenstein, dann ist der erfolgreiche Kurs abgeschlossen und bald beginnen die Vorbereitungen für „Le Nozze di Figaro 2019“.

Die Aufführungen werden vom 22. August 2019 bis zum 28. August 2019 im
Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ stattfinden und am 27.8. wird eine Aufführung im Rahmen „Offene Lutherkirche 2019“ in Apolda stattfinden.

„Auch für den Figaro haben sich schon wieder viele vielversprechende Talente angemeldet,“ sagt Regisseur Ploumis schmunzelnd: „Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich schon jetzt freuen.“

Einer amüsanten und prickelnden Sommergestaltung steht also nichts im Weg und das Publikum kann zum gemeinschaftlichen Talent-Scout werden.

Autor:

Thomas Janda aus Weimar

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