Tote Dichter eingebrettert - Weimar baut neue Mauern auf

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Ich liebe diesen Blick auf das Deutsche Nationaltheater Weimar mit den davorstehenden Dichterfürsten. Wenn ich in der Klassikerstadt bin und das sehe, kommt das Gefühl: angekommen.

Doch diese Woche war das anders. Da wollte ich am liebsten gleich wieder abreisen. Die Dichter sind weg. Nein, nicht wirklich - nur woanders, hinter einer Brettermauer.

Doch dann die Erlösung - Glück gehabt weitgereiste Touris - der Bretterverschlag ist begehbar und die Dichter können besucht werden. Und das alles hat auch Vorteile. Wann kann man schon solche Blicke auf das Wittumspalais und in die Wielandstraße genießen und festhalten?

Und obendrein werden die beiden Dichtergrößen gut bewacht. :)

Das Sommer-Theater machts möglich. Zu Füßen von Goethe und Schiller wird bis 20. Juli., 20 Uhr, Goethes Versepos "Reineke Fuchs" als satirische Glosse gezeigt.

Autor:

Thomas Gräser aus Erfurt

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