Zum Fest ab ins Museum: Sonderausstellungen entführen in die Kinderzimmer vergangener Tage

Ein Schaukelpferd wie es früher in den Kinderzimmern stand.
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  • Ein Schaukelpferd wie es früher in den Kinderzimmern stand.
  • Foto: Louis Held/Stadtmuseum Weimar
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Warum nur war Hansels Eisenbahn verschwunden? Ganz einfach: Sie wurde aufgehübscht fürs Fest. Die Puppenkinder verschwanden, um sie mit neuen Kleidern auszustaffieren. Puppe und Bahn standen zur Bescherung wieder auf dem Gabentisch. Solcherlei Heimlichkeiten sind heute selten geworden. Allzu oft verdrängen die Playstation, der ferngesteuerte Roboter oder das sprechende Plüschtiere klassisches Spielzeug vom Wunschzettel. Dass Gebrauchtes erneut verschenkt wird, kommt kaum noch vor.

Aber ganz egal, auf welche Weise ein Kind das Weihnachtsfest erlebt: Es verknüpft sie mit wundervollen Erinnerungen manchmal auch Verklärungen, die man als auch Erwachsener gern mit anderen teilt. Aus diesen Grund laden Thüringer Museen auch in diesem Jahr zur Weihnachtszeit dazu ein, einen Blick zu werfen in die Kinderstuben vergangener Zeiten. Eine gute Gelegenheit für einen Familien-Museumstag, findet deshalb AA-Redakteurin Simone Schulter und hat fünf Ausstellungstipps zusammengetragen.

+ Stadtmuseum Camburg, Amtshof 1 - 2
„Puppe, Kreisel, Zinnsoldat. Was wir gespielt haben ...“
zu sehen bis zum 27. März 2016
Inform@tion: www.dornburg-camburg.de/
Das Museum begibt sich mit seiner Sonderausstellung auf Spurensuchen und zeigt, wie und mit was früher gespielt wurde. Ergänzend zu den Ausstellungsstücken erzählen Bewohner der Stadt aus ihrer Kinder- und Jugendzeit.

+ Greizer Residenzschlösser, Burgplatz 12
„Spielzeugträume Playmobil: Der Greizer Hans Beck - Vater der Playmobilfiguren“
zu sehen bis zum 3. April 2016
Inform@tion: www.museen-greiz.de
Mitte der 1970-er Jahre hielten die Playmobilfiguren Einzug in die Kinderzimmer. Entwickelt wurden sie von einem Thüringen: Hans Beck (1929-2009) aus Greiz. Ihm ist die Weihnachtsausstellung im Oberen und Unteren Schloss seiner Heimatstadt gewidmet. In der Ausstellung können nicht nur die verschiedenen Playmobil-Erlebniswelten bestaunt, sondern auch gemeinsam gespielt werden.

+ Freilichtmuseum Hohenfelden, Alter Pfarrhof,
"Spielzeug unserer Großeltern"
zu sehen bis zum 3. Januar 2016
Die Ausstellung wirft einen Blick in die Kinderzimmer und Spielkisten der Thüringer Kinder in den vergangenen 150 Jahren. Dabei zeugen Puppenstuben und Puppenherd, Bausteine und Autos nicht nur von den Erwartungen der Eltern an ihre Kinder, sondern auch vom Einfluss der Industrialisierung. Höhere Stückzahlen sorgen für sinkende Preise. Damit konnten sich immer mehr Menschen Spielsachen für ihre Kinder leisten. Auch technisches Spielzeug wie Modelldampfmaschinen sowie Gesellschafts- und Kartenspiele gehören zu den Exponaten.

+ Traditionsbrennerei in Nordhausen, Grimmelallee 11
„Weihnachtsträume: Puppen, Bären & Co“
zu sehen bis zum 30. Dezember
Inform@tion: www.traditionsbrennerei.de
Puppenkinder, Teddybären und anderes Spielzeug laden ein zu einer Entdeckungsreise durch die Welt der großen und kleinen Träume, Wünsche und Hoffnungen.

+ Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Straße 5
„Kinderträume – historisches Spielzeug aus den Sammlungen des Stadtmuseums Weimar“
zu sehen bis zum 14. Februar 2016
Die Ausstellung zeigt in einer Auswahl von Spielwaren des 19. und 20. Jahrhunderts: von der Papierpuppe bis zur Modedame und vom Schaukelpferd bis zur Metalleisenbahn. Ausgestellt werden auch Puppenhäuser, Puppenwagen, Steinbaukästen, Papier-, Holz- und technisches Spielzeug, Zinnfiguren und Kindertheater. Die Exponate stammen aus Weimarer Familienbesitz oder wurden in der Region gefertigt.

Ein Schaukelpferd wie es früher in den Kinderzimmern stand.
im Reiz kann man nach Herzenslust mit Playmobilfiguren spielen.
Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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