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Zwei Frauen werden in der Osternacht getauft

Wo: Schulgasse, Magdala auf Karte anzeigen
Pfarrer Martin Krautwurst und Praktikantin Juliane Müller bereiten die Erwachsenentaufe in der Osternacht vor.
Pfarrer Martin Krautwurst und Praktikantin Juliane Müller bereiten die Erwachsenentaufe in der Osternacht vor.
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Ein Baby im weißen Taufkleid, ein glücklich lächelndes Elternpaar, zwei Paten: Ein Kind wird getauft. Die Szene ist bekannt – selbst erlebt, im Film gesehen, in
Zeitschriften gelesen.

Doch längst sind es nicht nur Kinder, die mit Taufwasser, Taufformel und Segnung in die Kirchgemeinde aufgenommen werden. Immer wieder wagen auch Erwachsene diesen Schritt. Die Gründe können ganz unterschiedlich sein. „Manchmal ist es die eigene Hochzeit, die Anlass gibt, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Es kommen aber auch Menschen, die durch einen Schicksalsschlag sehr geprägt wurden“, erläutert Martin Krautwurst, Pfarrer in Magdala. „Sie spüren, dass es mehr geben muss zwischen Himmel und Erde.“

„Unser Taufwasser stammt aus dem Jordan. Wir haben es von einer
Gemeindefahrt nach Israel mitgebracht.“
Pfarrer Martin Krautwurst

Zwei junge Frauen werden in der Osternacht ans Taufbecken der Magdalaer Johanniskirche treten. „Für mich“, sagt Krautwurst, „ist die Osternacht der schönste Termin für eine Taufe.“ Die Osternacht versinnbildliche den Wechsel vom Tod zum Leben, vom Dunkel zum Licht. Am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung des Herrn. Deshalb gilt das Fest als wichtigstes im
Kirchenjahr.

Es ist eine lange Nacht – für den Pfarrer, die Gemeindemitglieder
und die Täuflinge. Bereits am Abend des Karsamstags beginnen die
Feierlichkeiten zur Osternacht mit einer Lichtfeier, bevor die beiden jungen Frauen getauft werden. Nach der sich anschließenden Abendmahlsfeier wird zum Osterfeuer in den Pfarrgarten eingeladen. „Das ist ein richtiges
Volksfest“, schwärmt Pfarrer Krautwurst. Für viele endet dann die Fastenzeit. Und auch die fleischlosen Tage der Karwoche nehmen ihr Ende. „Deshalb wird gebraten, Bier und Wein ausgeschenkt.“ Die Vorfreude ist groß. Sie wird
auch nicht dadurch geschmälert, dass er bereits um 6 Uhr
am Ostersonntag zum Frühgottesdienst in Bucha auf der Kanzel steht – auch wenn es durch die dann geltende Sommerzeit noch eine Stunde weniger Schlaf gibt.

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