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Button aus Beton: Souvenir für das Van-de-Velde-Jahr

Wo: Geschwister-Scholl-Straße, Weimar auf Karte anzeigen
Daniela Ufermann präsentiert den„Button VDV 150“.
Daniela Ufermann präsentiert den„Button VDV 150“.
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Etwas Betonpulver, ein bisschen Wasser, ein Teelöffel Farbpulver: Und nun rühren, bis die Masse geschmeidig genug ist. Die Handgriffe erinnern ans Plätzchenbacken. Doch am Ende entstehen keine kleinen Kalorienbomben im Gipslabor der Bauhaus-Universität. Architekturstudentin Daniela Ufermann formt Button, wie neudeutsch runde Anstecker genannt werden. In Grau sowie in den Bauhausfarben blau, gelb und grün sollen sie erinnern an Henry van de Velde, dem Alleskünstler. Zu seinem 150. Geburtstag hat man ihm 2013 in Thüringen ein ganzes Themenjahr gewidmet. Der „Button VDV 150“ soll als Souvenir daran erinnern.

Viel Herzblut steckt in den kleinen Betonbroschen. 1560 Stück hat die Architekturstudentin in den letzten Monaten gefertigt. Jede einzelne hat sie gegossen, geschliffen, mit einer Anstecknadel versehen und anschließend verpackt. Den gesamten Produktionsprozess von der Idee bis zur Vermarktung konnte sie durchspielen. Hinzu kam die Kalkulation für Arbeitszeit und Materialien. „Das macht man sonst nicht an der Uni. Als Architekturstudenten betreiben wir solche Arbeiten sonst nur bis zum Entwurf“, erklärt Ufermann und freut sich, so praktische Erfahrungen sammeln zu können. Denn sie möchte nach ihrem Studienabschluss im nächsten Frühjahr gern im Bereich Ausstellungsarchitektur arbeiten. Dazu gehört es Räume zu gestalten und Ausstellungselemente sowie Merchandising-Produkte zu entwickeln. Der Van-de-Velde-Button war ein guter Einstieg ins Metier.

Schon relativ früh war ihr klar, dass es eine Brosche werden sollte. Doch bedurfte es einiger Versuche, bis die richtige Betonmischung gefunden war. Zur Zierde wurde in die Brosche eine dreidimensionale Schleife eingearbeitet. Sie erinnert an das Signet von van de Velde. Auf welcher Seite und wie tief die Schleife in die Brosche eingearbeitet wird, musste Daniela Ufermann selbst bestimmen. Zum Schluss blieb eine Menge Fleißarbeit. Denn nur solche Objekte hatten eine Chance, später als Souvenir in den Verkauf zu gelangen, dessen Produktion allein von den Studenten gemanagt werden konnte. Von August bis Dezember war die Studentin fast täglich mit ihren Button beschäftigt. Auch auf Reisen waren die Silikonformen und die Betonmischungen immer mit dabei. Der Aufwand hat sich gelohnt. Ab sofort sind die Button zu haben, unter anderem im „Bauhaus.Atelier“ und bei ausgewählten Tourismus-Partnern.

Zur Sache
Die Idee zum Button entstand im Rahmen eines studentischen Projektes unter Leitung von Gabriele Korrek. Aus dem Material Beton sollten Erinnerungsstücke für das Van-de-Velde-Jahr entwickelt werden. Die Studenten hätten sich anfangs etwas schwer getan mit dem Auftrag. Zu viele schlechte Souvenirs würde es geben, erzählt Projektleiterin Korrek. Zwölf konkrete Ideen habe es am Ende dann doch gegeben. Sie eint nicht allein der Erinnerungscharakter, sondern sie üben eine konkrete Funktion aus.
Zwei Objekte sind letztendlich umgesetzt worden. Neben dem „Button VDV 150“ wird im Van-de-Velde-Jahr auch der Memohalter „Henry“ von Sebastian Kühn angeboten. Der Fuß ist dem Giebel der Van-de-Velde-Werkstatt in der Weimarer Geschwister-Scholl-Straße nachempfunden, die nach den Entwürfen des Künstlers gebaut wurde.

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