Für andere da sein

Die Ehrenamtsagentur organisiert auch einen Großelterndienst, der durch gemeinsame Veranstaltungen unterstützt wird, so am 8. Dezember, wenn Stefanie Lachmann (l.) und  Wiebke Wagner zum Backen von Pfefferkuchenhäusern einladen.
  • Die Ehrenamtsagentur organisiert auch einen Großelterndienst, der durch gemeinsame Veranstaltungen unterstützt wird, so am 8. Dezember, wenn Stefanie Lachmann (l.) und Wiebke Wagner zum Backen von Pfefferkuchenhäusern einladen.
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Sie helfen bei der Blutspende, übernehmen Patenschaften in Flüchtlingsheimen, werden zur Ersatz-oma: ehrenamtliche Helfer. Für Wiebke Wagner sind es „scheue Rehe“, die nicht gern im Mittelpunkt stehen, sondern helfen wollen, indem sie ihren Mitmenschen freie Zeit schenken.

Wiebke Wagner koordiniert gemeinsam mit Stefanie Lachmann die Arbeit in der Ehrenamtsagentur. Etwa 80 bis 100 Ratsuchende wenden sich pro Jahr an die beiden Frauen. Es sind vornehmlich Arbeitssuchende und Menschen in Altersteilzeit oder im Ruhestand. Gerade in der Vorweihnachtszeit und zu Jahresbeginn kommen viele, getragen von Nächstenliebe oder guten Vorsätzen. Alle eint der Wunsch, sich einzubringen mit ihren Fähigkeiten. „Sie wollen etwas Gutes tun“, erklärt Wiebke Wagner. Vor allem die Arbeit mit Kindern und Senioren steht ganz oben auf der Wunschliste.

Die Ehrenamtsagentur fungiert als Schnittstelle. Durch ein gut funktionierendes Netzwerk weiß man, wo Hilfe gebraucht wird. „Es ist für uns wichtig, dass die Leute, die zu uns kommen, mit einem konkreten Angebot nach Hause gehen“, so Stefanie Lachmann. Vermittelt werden ehrenamtliche Helfer an Vereine, Verbände, Initiativen. Im Umkehrschluss können in der Agentur auch Hilfsgesuche aufgegeben werden. Derzeit hofft man, Musikinteressierte zu finden, die im Advent in Alten- und Pflegeheimen für Unterhaltung sorgen.
Doch nicht allein die Vermittlung steht auf der Agenda der Ehrenamtsagentur. Durch sie werden auch selbst Projekte betreut. Dazu gehörten die jährlich stattfindenden Freiwilligentage und Schülerfreiwilligentage. Auch der Marktplatz der guten Geschäfte, auf dem besondere Gelegenheiten getauscht werden können, ist eine Initiative der Agentur.

Und nicht zuletzt sorgt man dafür, dass ältere und jüngere Menschen familiäre Bindungen aufbauen können, ohne verwandt zu sein. Durch den Großelterndienst finden Senioren und Familien oder Alleinerziehende zueinander, helfen sich gegenseitig und können so das eigene Leben durch die Alltagswirklichkeit des anderen bereichern.

Kontakt
Ehrenamtsagentur Weimar, Teichgasse 12,  03643/81 56 00,
Sprechzeiten: Montag 9 bis 12 Uhr; Mittwoch, 13 bis 17 Uhr; Donnerstag, 14 bis 17.30 Uhr;
außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung

Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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